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Wassenberg
Über die Jahre entstand große VdK-Familie

Wassenberg. Verband der Kriegsopfer feierte in Wassenberg sein 70-Jähriges. Gegenseitige Hilfe selbstverständlich. Von Michael Moser

In einem besonderen Rahmen fand die Weihnachtsfeier des Verbands der Kriegsopfer (VdK), Ortsverband Wassenberg, statt. Die 441 Mitglieder freuen sich nämlich nicht nur auf die Advents- und Weihnachtszeit, sondern feierten zudem das 70-jährige Bestehen des Vereins. Hierzu wurden rund 90 Mitglieder in der Gaststätte "Zur Rennbahn" in der Oberstadt vom Vorsitzenden Manfred Storms begrüßt: "Es ist toll, dass Ihr so zahlreich da seid, und nun wollen wir gemeinsam einen gemütlichen Tag mit Essen und Trinken genießen."

Bevor schon traditionell Uli Bröckelmann die Gäste mit Musik unterhielt, dankte Kreisverbands-Geschäftsführerin Stephanie Kötting im Namen des Kreises besonders Manfred Storms und dem gesamten Wassenberger Vorstand für die geleistete und noch zu erbringende Arbeit: "Es ist wichtig, dass sich Menschen in solchen Positionen engagieren. Neben all den Hilfestellungen, die der VdK den Mitgliedern zum Beispiel in Fragen des Sozialrechts anbietet, ist aber auch und gerade das Gesellige ganz wichtig". So würden organisierte Tagesausflüge oder Reisen Leute über die Generationen hinweg verbinden.

Bevor in Wassenberg Ehrungen vorgenommen wurden, ergriff Ehrenvorsitzender Walter Senk das Wort. Dabei ging er besonders auf die vergangenen 70 Jahre VdK Wassenberg ein: "Als 1946 nach Kriegsende die ersten Soldaten von den Fronten zurückkamen, herrschte in Deutschland, eben auch in Wassenberg große Not und Elend. Gerade Kriegsversehrte oder Hinterbliebene brauchten nun Hilfe". Daher fanden sich allerorts Männer und Frauen zusammen, um diesen Menschen zu helfen. Für den VdK Wassenberg waren Anton Kohlen, Mathias Harren und Willi Sieben Männer der ersten Stunde: "Über die Jahre hinweg entstand eine große Familie, in der gegenseitige Hilfestellung selbstverständlich war." Diese Selbstverständlichkeit vermisse er heutzutage manchmal, umso wichtiger sei der Fortbestand solcher Vereine: "Das Wichtigste für die Zukunft muss sein, dass der Frieden, den wir heute erfahren, Bestand hat und sich weltweit einstellen sollte", schloss Senk. Vorsitzender Storms ehrte langjährige Mitglieder. Seit 25 Jahren dabei sind Hermann Steufmehl und Willi Waldhoff. Bereits seit zehn Jahren dem VdK treu sind Dora Hanne und Annelie Tillmann. Eine besondere Auszeichnung erhielt Karl Lechner, der mit 85 Jahren das älteste anwesende Mitglied bei der Feier war. Lustig ging es dann weiter in Richtung Buffet.

Bauchredner Michael Schmidt aus Krefeld begeisterte mit seiner Puppe Gustav, "dem ältesten Mann der Welt", das Publikum. Nach dem Gustav den Gästen erklärt hatte, was ein Tinnitus im Auge ist ("ich sehe Leute pfeifen") und die "Flatte Ratte", die Flatrate, erklärt hatte, war der Bann gebrochen. In sehr guter Stimmung wurde es bei Getränken und warmem Essen so richtig gemütlich.

Quelle: RP
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