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Wassenberg
Verwirrspiel um eine Schnapsbrennerei

Wassenberg: Verwirrspiel um eine Schnapsbrennerei
Eine von vielen turbulenten Begegnungen beim neuen Stück der Theatervereins Almenrausch. FOTO: Jörg Knappe
Wassenberg. Der Effelder Theaterverein Almenrausch sorgte in der Bürgerhalle für viel Amüsement beim Publikum mit seiner neuen Inszenierung "Nach dem Furz kam der Donnerschlag". Die Autorin des Stücks gratulierte selbst bei der Premiere. Von Daniela Giess

Von der Bühne im Effelder Bürgerhaus stieg Rauch auf, eine Mauer fiel zu Boden, Betrüger Herr Kurz (gespielt von Heiko Holland-Moritz) versucht, im Auto des Schweinebauern Robert (Stefan Laprell) zu fliehen. Und "Omma" alias Berti Hohnen findet auf der Toilette eine Tüte mit Geld. Ehe die zerstrittene Familie am Schluss wieder zueinanderfand und einer Versöhnung nichts mehr im Wege stand, ging es bei der aktuellen Inszenierung des Theatervereins Almenrausch sehr turbulent zu.

Mit der quirligen Komödie erzählten die Effelder Hobby-Mimen die ungewöhnliche Geschichte von Robert, dem engagierten Landwirt aus Leidenschaft, dessen markanter Sprachfehler immer wieder für viel Gelächter sorgt. Mit Onkel Knut (Toni Eyßen) und seinem besten Freund Klausi (Frank Virnich) betreibt er den Schweinehof, auf dem auch seine Mutter Roswitha (Verena Schröders), seine Schwester Franzi (Paula Schröders) und Omma leben. Das Männer-Trio ist hochprozentigen Genüssen durchaus nicht abgeneigt, und so entsteht eines Tages die Idee, heimlich eine Schnapsbrennerei im ganz großen Stil zu betreiben.

Um die Familie und die neugierigen, immer am neuesten Dorf-Klatsch interessierten Nachbarinnen Regine und Johanna (Brigitte Nußbaum und Gabi Pommerening) am besten nicht in Unruhe zu versetzen, wird die illegale Schnapsbrennerei offiziell als Biogasanlagen-Projekt deklariert. Als plötzlich Tante Katharina (Ute Staas), Roswithas Schwester, ihren Besuch auf dem Hof ankündigt und ihr esoterisch angehauchter neuer Lebenspartner Herr Kurz großes Interesse an der angeblichen Biogasanlage bekundet, ist der Ärger bereits programmiert.

"Nach dem Furz kam der Donnerschlag" heißt das urkomische Theaterstück aus der Feder von Anke Kemper, die es sich nicht nehmen ließ, zur Aufführung in Effeld persönlich zu erscheinen. Dafür hatte die Autorin Verstärkung mitgebracht in das ausverkaufte Bürgerhaus - ihre Theatergruppe mit dem bezeichnenden Namen "Holterdipolter". Mit den Almenrausch-Darstellern stand Anke Kemper am Schluss gemeinsam auf der Bühne, verneigte sich vor dem Effelder Publikum, das mit anhaltendem Applaus seine große Begeisterung zum Ausdruck brachte.

Regisseur Willy Ritterbecks war überaus zufrieden mit seiner Theater-Truppe, die in den vergangenen Monaten unermüdlich geprobt hatte, um ihrem Publikum einen vergnüglichen Abend zu bescheren.

Quelle: RP
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