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Abschied von Pfarrer Thomas Bergfeld
Viele für Christi Botschaft begeistert

Wassenberg/Wegberg. Thomas Bergfeld wurde mit einem Gottesdienst in der Erlöserkirche Dalheim als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Wassenberg-Dalheim verabschiedet. Er setzt sein Wirken künftig in der Schweiz fort. Von Daniela Giess

Die Umzugskisten waren schon gepackt, als er sich im Rahmen eines großen Familiengottesdienstes in der Erlöserkirche von seiner Kirchengemeinde verabschiedete. Gestern kam der Umzugswagen, der Möbel und Kartons ins schweizerische Klosters-Serneus brachte. Der evangelische Pfarrer Thomas Bergfeld verlässt die Evangelische Kirchengemeinde Wassenberg-Dalheim und die Region nach elfeinhalbjähriger Dienstzeit in beiden Orten, um sich im Kanton Graubünden gemeinsam mit Ehefrau Birgit und den beiden Kindern Lotta und Lasse einen großen Traum zu erfüllen. Seit seinem Studienjahr in Bern hatte der Geistliche den Wunsch verspürt, in die Schweiz zurückzukehren – hier möchte Bergfeld künftig mit seiner Familie leben und arbeiten.

Trotzdem: Der Abschied fiel nicht leicht. Die Erlöserkirche war voll, als Thomas Bergfeld noch einmal mit der Gemeinde zusammen Gottesdienst feierte. Mit ihr gemeinsam Weihnachtslieder und einen Kanon anstimmte, Geschichten zum Mitmachen erzählte. Zur Einstimmung auf den neuen Lebensabschnitt hatten die fleißigen Helfer den Eingangsbereich des Gotteshauses mit rot-weißen Schweiz-Fähnchen geschmückt.

Pfarrer Jens Sannig als Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Jülich dankte Thomas Bergfeld für die geleistete Arbeit. Bei seinem Gemeindedienst in Dalheim und Wassenberg habe er das Evangelium gepredigt und sei dabei Bindeglied gewesen. Er habe viele Menschen für Jesus Christus und dessen Botschaft begeistert, dabei Sterbende begleitet und ihnen das Loslassen erleichtert. Er habe auch versucht, Abweisende für die Kirche zu gewinnen.

"Ich wünsche ihm, dass er einen guten Weg findet und mit seiner Familie eine gute Zeit in der Schweiz haben wird", sagte Sannig. Und: "Gott wird ihn stärken in seiner neuen Umgebung." Der Advent sei eine "Zeit der Ankunft, heute auch eine Zeit des Abschieds". Durch den gemeinsamen Dienst sei eine freundschaftliche Verbindung entstanden, die weiterhin Bestand haben werde. Bergfeld sei nun Teil der Geschichte des evangelischen Kirchenkreises. "Für die Treue zu den Menschen in Dalheim" dankte der Superintendent ihm ausdrücklich. In der Seelsorge habe Bergfeld den Menschen nah sein wollen.

Thomas Bergfeld zog ein positives Resümee seiner Arbeit. In den Kindergärten und Schulen habe er den Mädchen und Jungen von Gott erzählt. "Sie waren Feuer und Flamme, und so soll das auch sein", erinnerte er sich an die zahlreichen Begegnungen. Ihm sei es immer wichtig gewesen, auch die Menschen im Blick zu haben, "die gesellschaftlich außen vor sind", Tafel-Kunden zum Beispiel.

Quelle: RP
 
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