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Wassenberg
Wassenberg blickt erleichtert in die Zukunft

Wassenberg. Eine gute Nachricht kam Ende des Jahres: Wassenbergs Wahrzeichen, der 2014 nach Ausbau im Inneren neu eröffnete Bergfried, kann behindertengerecht gestaltet und damit vielfältiger genutzt werden. Von Angelika Hahn

180.000 Euro (25 Prozent Stadtanteil) beträgt der Etat für das Interreg V-A-Programm, aus dem bis 2018 Mittel fließen, die es ermöglichen werden, Lifte auf dem Berg und im Turm zu installieren. Das könnte den Überlegungen zu einem Nutzungskonzept für das Denkmal einen Schub geben, was nicht nur befristete Ausstellungen, sondern auch kulturelle Veranstaltungen ermöglicht. Das Programm trägt den Titel "Kulturgeschichte digital erleben", umfasst aber auch die behindertengerechte Erschließung von Denkmälern. Zudem bietet es - touristisch attraktiv - neue digitale Zugänge der Wissensvermittlung über historische Monumente, unter anderem eine entsprechende App. Im neuen Jahr, kündigte Bürgermeister Manfred Winkens an, erfolge die Ausschreibung. "Wir hoffen 2016 auf die Aufzug-Installation."

Erleichterung herrscht über den Baubeginn der B 221-Umgehung, der für die Stadt, so Winkens, Anlass ist, mit Hochdruck die Planung für die Umgestaltung der heutigen B 221-Ortsdurchfahrt, Graf-Gerhard-Straße, anzugehen. "Unser Ziel ist, einen verkehrsberuhigten Ausbau der Straße bis Ende 2017 hinzubekommen. Sinnvoll ist es, die Pläne von Meyer-Brandis zugrunde zu legen und zu überarbeiten." Das solle jetzt angestoßen werden. Ebenfalls gelte das für die umfangreiche Kanalsanierung der Graf-Gerhard-Straße, mit der 2016 begonnen werden soll. Das Problem der leerstehenden Läden in der Innenstadt bleibt auch 2016 auf der Tagesordnung, zumindest eine "Linderung" erhofft sich die Stadt von kreativen Ideen wie etwa den temporären Kunsträumen. Allerdings sind auch geschäftliche Nutzungen im Blick. Die Stadt habe alle betroffenen Eigentümer angeschrieben, mit vielen schon Gespräche geführt und Besichtigungen gemacht, über die im Januar dem Rat (nichtöffentlich) berichtet werden soll. Winkens: "Wir schließen als Stadt nicht aus, notfalls selbst Leerstände zu mieten." Er sieht aber auch Wohnnutzung als Option. "Unser Ziel muss ein vernünftiger Mix sein." Optimistisch sieht Winkens der Entwicklung der Neubaugebiete - vor allem zwischen Wassenberg und Birgelen - entgegen und der des Freizeitareals am Effelder Waldsee, für dessen Erweiterung es auf niederländischer Seite Pläne gebe: "Die Parksituation am Waldsee ist aber noch unbefriedigend. Wir hoffen, gegenüber dem Eingang zum Freibad Parkraum gewinnen zu können."

Quelle: RP
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