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Wassenberg
Zupfmusik und Chorgesang für Ghana

Wassenberg: Zupfmusik und Chorgesang für Ghana
Die Mandolinenspielschar unter Leitung von Martin Wallraven spielte ein vielseitiges Repertoire in der Myhler Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Das Programm gestalteten auch der Kirchenchor und der Myhler Quartetverein. FOTO: JÜRGEN LAASER
Wassenberg. Pfarrbüros in Myhl und Wassenberg sind Anlaufstellen für Spenden und Beitrittserklärungen in die Stiftung. Von Daniela Giess

Vom Schulgeldprojekt zur Zukunftsstiftung unter dem Dach der Steyler Bank: Pater Gerald Tanye übernahm 2016 eine Pfarrgemeinde in Berlin-Charlottenburg. Jetzt kehrte der Geistliche nach Myhl zurück, um bei einem weiteren Benefizkonzert um Spenden für Bildung in seiner Heimat im Nordwesten Ghanas zu werben.

Wie Tanye selbst gehört auch die Dortmunderin Birgit Scharpei dem Vorstand der im Dezember gegründeten Stiftung an. Es handele sich um sichere Spenden, betonte sie bei einem Zusammentreffen im Pfarrheim im Anschluss an das Konzert. Zusammen mit ihrem Ehemann Michael Pöner hat Scharpei das Heimatdorf Tanyes besucht, sie kennt die Situation der Mädchen und Jungen dort.

Pater Gerald Tanye zeigte Fotos und erläuterte, dass bereits Schuluniformen sowie Arbeitsmaterial für den Unterricht angeschafft worden seien. Zurzeit werde ein Kindergarten gebaut. Denn: Ein häufiger Grund für das Fernbleiben vom Schulunterricht sei die Aufgabe, kleinere Geschwister zu Hause zu beaufsichtigen. "Also muss jetzt auch ein Kindergarten her", so Birgit Scharpei.

Mit 25 Euro im Monat kann der Grundschulbesuch eines Kindes in Ghana über die neue Zukunftsstiftung Eine Welt finanziert werden, 50 Euro monatlich kostet der Besuch des Gymnasiums. Über die Pfarrbüros in Myhl und Wassenberg werden Spenden und Beitrittserklärungen abgewickelt.

In der gut gefüllten Myhler Pfarrkirche St. Johannes Baptist eröffnete die Mandolinenspielschar unter der Leitung von Martin Wallraven den musikalischen Reigen. Die "Lichterfelder Zupfmusik" von Thilo Cornelissen stand dabei ebenso auf dem Programm wie der "Earth Song" des verstorbenen King of Pop, Michael Jackson. Der Eintritt war frei beim Benefizkonzert, Spenden für die Stiftung wurden erbeten.

Der Kirchenchor Cäcilia unter der Leitung von Bärbel Krappen stellte seine große Vielseitigkeit unter Beweis, als er neben der Pop-Ballade "Liebe ist unendlich" mit "Lauda Sion" geistliche Chormusik des 19. Jahrhunderts präsentierte. "Glaube, Liebe, Träume" sowie "Herr, segne mich" wurden ebenfalls angestimmt.

Zu Jürgen Hausmanns Orgelspiel trat Kirchenchorsänger Heinz Dahmen mit Händels Largo auf der Empore in Aktion. Für seinen stimmgewaltigen Einsatz wurde er mit viel Applaus bedacht. Der Myhler Quartettverein, der von Hermann-Josef Kitschen geleitet wird, trug mit anspruchsvollem internationalem Liedgut zum Gelingen des Gemeinschaftskonzerts bei. Das hebräische "Sanctus" hatten die dunkel gekleideten Hobbysänger ebenso in ihrem umfangreichen Repertoire wie den Lobgesang "O Herr, gib uns Frieden", der slawischen Ursprungs ist, das bretonische Volkslied "Im Dorf, da geht die Glocke schon" zur Marienverehrung oder das alte rumänische Volkslied "Plovi, plovi".

Quelle: RP
 
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