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Wegberg
200.000 Euro weniger für Wegbergs Vereine

Wegberg: 200.000 Euro weniger für Wegbergs Vereine
Sparen ist in Wegberg das Gebot der Stunde. Die Stadt befindet sich im Haushaltssicherungskonzept. Darum haben sich Rat und Verwaltung auch auf Einschnitte bei der Vereinsförderung verständigt. Die Details werden nun beraten. FOTO: JL (Archiv)
Wegberg. Um die Stadtkasse zu entlasten, sollen bis 2024 knapp 200.000 Euro weniger für die Vereinsförderung ausgegeben werden als geplant. Von Michael Heckers

Mit rund 160 eingetragenen Vereinen gilt Wegberg als die "Stadt der Vereine" im Kreis Heinsberg. Doch der Sparkurs zwingt Stadtrat und Verwaltung auch in diesem Bereich zu erheblichen Einschnitten. So sollen bei der Vereinsförderung insgesamt 194.949 Euro bis zum Jahr 2024 gespart werden.

Wer künftig mit weniger städtischer Unterstützung auskommen muss, darüber beraten am Dienstag, 23. Februar, die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport. Das beschlossene Haushaltssicherungskonzept sieht vor, die Zuschüsse schrittweise zu kürzen. 2015 wurde bereits ein Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 9245,44 Euro umgesetzt, in diesem Haushaltsjahr sollen bei der Vereinsförderung 11.275 Euro gespart werden. "Die Absenkung der Zuschussgewährung soll nicht sofort, sondern schrittweise erfolgen, da den Verantwortlichen der Vereine Zeit gegeben werden muss, um nach Alternativförderungen zu suchen, damit die wertvolle Arbeit der vielen ehrenamtlich tätigen Helfer nicht gefährdet wird", heißt es in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung.

Der Stadtrat muss mehrere Beschlüsse treffen, um wie geplant die städtische Unterstützung der Vereine zu kürzen und damit die jährlichen Konsolidierungsbeiträge zu erreichen. Für das Haushaltsjahr 2016 ist eine grundsätzliche Verringerung der Vereinsfördersumme nach dem Punktesystem um 700 Euro vorgesehen. Die finanzielle Unterstützung von Seniorentagesfahrten soll von insgesamt 7290 auf 4860 Euro verringert werden. Auch die kirchlichen Jugendheime Haus Schalom (evangelisch) und St. Martin (katholisch) sind von den Kürzungsplänen betroffen. Statt bisher 20.000 Euro sollen für 2016 nur 19.000 Euro gezahlt werden.

Der Vorschlag der Stadtverwaltung sieht außerdem vor, ab sofort keine Zuschüsse zu St. Martinsfesten mehr zu gewähren. Bisher gab es 7,50 Euro je Kind. Die Verwaltung geht davon aus, dass bei den jährlich in den jeweiligen Orten durchgeführten Haussammlungen für St. Martin ausreichende Spenden zur Deckung der Ausgaben für die St. Martinstüte erzielt werden können. Der Zuschuss für St. Martinsfeste im Kinderdorf Dalheim und im Übergangswohnheim Arsbeck ist nicht Bestandteil der neuen Vereinsförderrichtlinien, sondern wurde als "Sonderförderung" nach den alten Beihilferichtlinien gewährt.

Für 2017 soll die Vereinsfördersumme nach dem Punktesystem um weitere 2000 Euro verringert werden. Der Zuschuss an kirchliche Jugendheime wird auf 18.000 Euro reduziert. Für das Haushaltsjahr 2018 ist geplant, den Zuschuss für die Pfarrbüchereien in den Ortsteilen von 1260 auf 1050 Euro (von 200 auf 175 Euro je Bücherei) zu senken. Für 2019 sind bislang keine Kürzungen vorgesehen, 2020 soll der Zuschuss an die kirchlichen Jugendheime auf 17.000 Euro redziert werden. Der Pflegekostenzuschuss an den FC Wegberg-Beeck soll ab 2021 von jährlich 28.000 auf 20.000 Euro gekürzt werden. Dazu merkt die Stadtverwaltung an, dass wegen vertraglicher Regelungen vor 2021 keine Kürzung möglich ist. ein Folgevertrag soll rechtzeitig vor Dezember 2020 verhandelt werden. Ab dem Jahr 2024 soll der Pflegekostenzuschuss an den FC Wegberg-Beeck auf 15.000 Euro pro Jahr sinken. Für die Jahre 2022 und 2023 sind bis dato keine weiteren Kürzungen bei der Vereinsförderung geplant. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden am Dienstag, 23. Februar, durch die Mitglieder des Bildungsausschusses beraten. Die endgültige Entscheidung über die geplanten Kürzungen bei der Vereinsförderung ist für die Ratssitzung am Dienstag, 1. März, vorgesehen.

Quelle: RP
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