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Wegberg
4626 Unterschriften gegen Schulschließung

Wegberg. Lautstarker Protest vor dem Wegberger Rathaus. Arbeitsgemeinschaft bereitet Entscheidung vor.

250 Schüler und Eltern kamen am Dienstag auf den Rathausplatz, um lautstark gegen die mögliche Schließung von Grundschulen im Stadtgebiet zu protestieren. Organisiert wurde die Veranstaltung unter dem Motto "Hände weg von unseren Schulen" von den Schulpflegschaften der Schulen in Wegberg, Merbeck, Beeck und Rath-Anhoven. Deren Vertreter übergaben Bürgermeister Stock als Vertreter von Stadtrat und Verwaltung 4626 Unterschriften gegen die Schließungspläne.

Für Unruhe an den Grundschulen sorgt eine Maßnahme aus dem Haushaltssicherungskonzept. Darin ist von einer Schulstandortoptimierung die Rede, mit der die Stadt jährlich 291.000 Euro sparen soll. Nach Einschätzung der Gemeindeprüfungsanstalt gibt es an Wegberger Grundschulen zu viel Raum für zu wenig Schüler. Darum wird geprüft, ob ab 2018/19 zwei Grundschulstandorte schließen.

Besonders in Beeck, Rath-Anhoven und Merbeck sorgt man sich um die Zukunft der Schulen. "Grundschulen und Kindergärten genießen besonderen Schutz. "Kurze Beine, kurze Wege" ist ein übergreifendes Parteimotto. Sie wissen auch, welche ständigen Impulse von diesen Einrichtungen auf Familien, auf Vereine, auf Ortsteile ausgehen", heißt es vonseiten der Schulpflegschaften. Sie können nicht akzeptieren, dass die soziale Leistung der Grundschulen nun aufs Spiel gesetzt werden soll. "Die in Wegberg vorhandene Schulinfrastruktur muss erhalten bleiben - auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten", argumentierten die Schulpflegschaftsvertreter vor dem Rathaus. Mit den beabsichtigten Schulschließungen laufe man Gefahr, die Zukunft der Stadt und ihrer Ortsteile zu verspielen. "Nach dem Motto ,Hände weg von unseren Grundschulen!' fordern wir den Bürgermeister und die Stadt Wegberg auf, andere Lösungen zur Einsparung von jährlich 291.000 Euro zu diskutieren und zu finden", hieß es. Auch der Thomas Morus Förderkreis und der Dorfausschuss Merbeck fordern, dass die Schule im Ort erhalten bleibt.

Eine Arbeitsgruppe, an der Eltern- und Schulvertreter beteiligt sind, bereitet zurzeit eine Entscheidung vor. Laut Bürgermeister Stock wird diese transparent und nachvollziehbar sein. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat.

(hec)
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