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Wegberg
Alte Schätzchen und neue Kunst

Wegberg: Alte Schätzchen und neue Kunst
Neu beim Frühlingsfest war in diesem Jahr die Oldtimerausstellung auf dem Rathausplatz. Ralf Meyer aus Tüschenbroich erklärte den Besuchern, wie er in diesem Ford aus dem Jahr 1977 einen 5-Liter-V8-Motor eingebaut hat. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Lebhaftes Interesse rief das vielfältige Angebot des Wegberger Frühlingsfestes hervor: Nostalgiefans fachsimpelten an den Oldtimern auf dem Rathausplatz. In der Fußgängerzone stöberten Schnäppchenjäger an den Ständen. Von Nicole Peters

Siegbert Zimmer vom Oldtimerhof in Rickelrath hatte einige Prachtstücke vor dem Rathaus in Position gebracht: Vier Oldtimer-Autos hatte er aus seiner Sammlung ausgewählt. Besondere Aufmerksamkeit erregte dabei der großzügig dimensionierte "Adler Standard VI" des Baujahrs 1929. "14 Jahre lang habe ich ihn restauriert", erläuterte der KFZ-Meister und -Sachverständige mit wohlwollendem Blick auf das Gefährt.

Die vier Fahrzeuge gehörten zur Oldtimer-Ausstellung auf dem Rathausplatz - diese hatten die das Frühlingsfest veranstaltende Stadt und Werbegemeinschaft erstmals ins Angebot aufgenommen. Auf große Reise wird Zimmer mit dem Auto in diesem Jahr noch gehen: Auf Clärenore-Stinnes-Gedächtnistour wird er mit Partnerin bis Frankfurt und anschließend Berlin fahren. Geschwindigkeiten von rund 60 Stundenkilometern sind dabei zu erwarten.

Weitere Ausstellungsstücke auf dem Rathausplatz: amerikanischer "Thunderbird" in Creme-Lackierung, ein Lkw "Magirus Deutz" - sehr zur Freude von zwei sehr jungen Besuchern mit eigenen kleinen Fahrzeugmodellen in der Hand - oder Porsche-Fahrzeuge verschiedener Baujahre.

Auf der gegenüberliegenden Seite im ehemaligen Karmeliterkloster zeigten die zehn ansässigen Künstler in der Atelieretage ihre neuesten Werke. Zum Teil gaben sie mit der Schau im unteren und oberen Flur eine Vorschau auf die Kunsttour, an der sich Ulrike Kotlowski, Ingrid Pusch, Johann Wittman, Eva-Stefanie Mosburger-Dalz und Brigitte Uhrmacher an gleicher Stelle beteiligen werden. Beate Bündgen wird in ihrem Erkelenzer und Johannes Donner im Waterner Atelier dabei sein. Beim Frühlingsfest freuten sich die Ausstellenden über gute Besucher-Resonanz. Kotlowski trug etwa Bilder zum Thema Emotionen bei, Wittmann hatte die Technik des Zeichnens und Malens auf bedrucktem Papier weiterverfolgt und die neu, anstatt von Christoph Ohmes, in die Etage gezogene Zeichnerin und Malerin Petra Plum stellte Aktdarstellungen mit unterschiedlichen Materialien vor.

Auf dem Weg vom Kloster bis zum Ende der Hauptstraße bot sich den Bücherfreunden eine ergiebige Fundgrube. Romane, Kinder- und Sachbücher, Bildbände oder Fachliteratur unterschiedlichen Alters regten die Besucher zum Stöbern und Schnäppchen machen an. Darin eingebettet gab es an Ständen Lederwaren, Schmuck oder Nützliches für den Haushalt zu erwerben. Oder Initiativen wie das neue Netzwerk "WIN" von bisher 13 Wegberger Unternehmerinnen nutzte die Gelegenheit, sich neben Schmuck- und Bücherverkauf mit ihrer Leistung vorzustellen.

Am Nachmittag sorgten Livemusik und -Trommeln auf der Bühne am Brunnen sowie eine Lesung der "Mühlenpoeten" in der Wegberger Mühle für weitere Unterhaltung an diesem sonnig-wechselhaften April-Tag.

Quelle: RP
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