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Wegberg
Bäume kennen keine Grenzen

Wegberg. Baumpflanztag: Schüler aus Arsbeck und Vlodrop pflanzen 1200 Setzlinge im Nationalpark Meinweg.

Während Milena den zarten Setzling festhält, klopft Letizia die Erde um den jungen Baum behutsam mit einem Spaten fest. Klassenkamerad Marlon hat schon das nächste Loch für eine der insgesamt 1200 Schwarzkiefern vorbereitet. So eingespielt wie das Trio waren knapp 70 Schüler der Katholischen Grundschule Arsbeck sowie der niederländischen Basisschool St. Martinus aus Vlodrop/Roerdalen. Sie setzten 1200 Schwarzkiefer-Setzlinge in den Boden.

"Bäume kennen keine Grenzen - Bomen kennen geen grenzen" - das ist das Motto des 23. Internationalen Baumpflanztages. Seit mehr als 20 Jahren veranstaltet der Naturpark Schwalm-Nette gemeinsam mit der Gemeinde Roerdalen den Baumpflanztag in der Grenzregion - im jährlichen Wechsel auf niederländischer und deutscher Seite.

Jetzt trafen sich die fleißigen Helfer im Nationalpark de Meinweg unweit des Grenzübergangs Rothenbach. "Wir freuen uns über das rege Engagement der Schüler und gute Zusammenarbeit mit den Schulen", so Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann. Eine Erinnerungstafel und ein Erinnerungsbaum informieren Wanderer über den Einsatz der Kinder. "Die Schüler entwickeln durch die Pflanzarbeit früh ein Umweltbewusstein und setzen sich im Vorfeld der Aktion mit der Natur in der Region auseinander", sagt Dr. Ferdinand Schmitz, Vorsitzender der Verbandsversammlung des Naturparks. Die Schulklassen hatten sich mit einem Baumbuch vorbereitet. Darin steht Wissenswertes über die Geschichte des Meinwegs, den Aufbau und die Bedeutung von Wald sowie das Pflanzen von Bäumen. "Wir möchten durch die Beschäftigung mit der Geschichte der Grenzregion und die gemeinsame Arbeit der Schüler beider Länder ein besseres gegenseitiges Verständnis und einen Beitrag für die Natur leisten", so Naturparklehrer Karl-Wilhelm Kolb, Organisator des Baumpflanztags beim Naturpark Schwalm-Nette. Die Tradition des Baumpflanztags kommt aus Nebraska (USA). Hier initiierte 1854 der Journalist und Verleger J. Sterling Morton Baumpflanzaktionen, um den fast baumlosen Bundesstaat zu bewalden. Nachdem sich die Bewegung in anderen US-Bundesstaaten etabliert hatte, breitete sie sich auf andere Kontinente aus.

Im Unterschied zum "Tag des Baumes" weltweit am 25. April feiert man im Naturpark Schwalm-Nette einen Monat früher. Grund ist der Brauch des "Boomfeestdags", der seit 1957 in den Niederlanden gefeiert wird. Ziel der niederländischen Pflanzaktionen an Schulen ist es, Kindern die Bedeutung von Bäumen zu vermitteln. So erhalten die Schüler am dritten Mittwoch im März Gelegenheit, Bäume zu pflanzen. Der Termin hat einen weiteren Vorteil: In der Region Niederrhein und den Niederlanden ist die Chance dann weitaus höher als im April, dass die jungen Bäume anwachsen.

Quelle: RP
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