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Wegberg
Beschauliche Zeitreise zu den Mühlen

Wegberg: Beschauliche Zeitreise zu den Mühlen
Die Fahrt im Oldtimerbus aus dem Jahr 1952 war einer der Höhepunkte bei der Wegberger Mühlentour. FOTO: Jörg Knappe
Wegberg. Mit Oldtimerbus, Planwagen, Fahrrad, Auto oder zu Fuß machten sich die Geschichts- und Kulturinteressierten zu acht Mühlengebäuden und zum Flachsmuseum auf. Nächstes Jahr soll es eine Neuauflage der Veranstaltung geben. Von Nicole Peters

Die Konstellation der zwei von insgesamt 29 im Oldtimerbus Mitreisenden war ideal. "Christian ist Oldtimerfan", bekräftigte Großmutter Ingrid Hirsch vor dem Einsteigen, "und sein Vater besitzt auch Oldtimer-Fahrzeuge." Sie selbst hatte bereits im vergangenen Jahr bei der Mühlentour mitgemacht. Damals hatte aufgrund eines Motorschadens am stilvollen West-Bus aus dem Jahr 1952 ein Linienbus die Wegberger Mühlen angesteuert.

"Die Fahrt war ganz interessant und danach habe ich meinem Enkel versprochen, sie in diesem Jahr mit ihm zusammen zu unternehmen." "Toll" fand es Christian, dass er in diesen Bus steigen konnte. Abfahrt war vor der Wegberger Mühle. Von dort startete ebenso der Planwagen des Bauernhof-Cafés aus Tüschenbroich.

Vor der Mühle sorgten Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung für einen reibungslosen Ablauf. Ebenso auf Busfahrt zunächst zur Tüschenbroicher Mühle und Ölmühle mit längerem Aufenthalt, Dalheimer Mühle und zu den weiteren Mühlen ging Heinz Eßer, der sich auf ein anderes Kennenlernen der geschichtsträchtigen Gebäude durch die verschiedenen Führungen freute. Das Mitglied des Historischen Vereins wollte zudem zum privaten Vergnügen Fotos machen. Der Uevekovener Architekt Norbert Kostka hatte kürzlich eine ehemalige Motorenmühle in Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern gekauft und wollte sich einen Eindruck von den Wegberger Gebäuden machen. "Die Nachfrage ist größer als im vergangenen Jahr", zog Pressesprecher Ulrich Lambertz ein erstes Resümee, "diesmal haben wir Werbung bis nach Mönchengladbach, Krefeld und Viersen gemacht." Die beiden Busfahrten waren ausverkauft und die Planwagenfahrten beinahe.

Die Kooperation mit der Gemeinde Leudal hält die Stadt trotz Beendigung des Interreg-IV-Projektes der Euregio Ende 2014 und damit endenden finanziellen Mitteln aufrecht. "Nach der Mühlentour werden wir gemeinsam Bilanz ziehen", erzählte er, "beispielsweise sind alle Mühlenkarten - Wanderkarten und Fahrradkarten - vergriffen und wir werden sie voraussichtlich neu auflegen." Zudem seien vielfältige Kontakte zwischen dem Mühlenverein Leudal und den hiesigen Mühlenbesitzern und dem Historischen Verein entstanden. Gegenseitige Besuche finden regelmäßig statt.

Nach derzeitigem Kenntnisstand wird es auch 2016 eine Mühlentour geben, sagte Lambertz. Mit vielen Aktionen warteten die Wegberger Mühlen gestern auf. In der Dalheimer Mühle gab es Führungen und Livemusik und in Ophover und Molzmühle Lesungen der "SiebenSchreiber" des Aktionskreises Wegberger Mühle. Ganztägig zur Besichtigung geöffnet waren Schrofmühle, die sonst nicht öffentlich zugängige Buschmühle und das Flachsmuseum, in dem Vorführungen die Besucher unterhielten.

Quelle: RP
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