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Wegberg
Bis zu 1200 Menschen sollen in Petersholz unterkommen

Wegberg: Bis zu 1200 Menschen sollen in Petersholz unterkommen
Ab dem nächsten Frühjahr soll in Wegberg für bis zu 1200 Menschen Platz in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) geschaffen werden. FOTO: Heldens (Archiv)
Wegberg. In Petersholz wird mehr Raum für Flüchtlinge geschaffen. Wegbergs Bürgermeister Michael Stock informierte den Haupt- und Finanzausschusses über die neuen Pläne der Kölner Bezirksregierung. Von Anke Backhaus

Die Entwicklung ist keine Überraschung: Die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Petersholz soll Raum für noch mehr Flüchtlinge bieten. Das teilte Wegbergs Bürgermeister Michael Stock in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit.

Am 23. November habe, so sagte Stock, in Köln auf Einladung des Stellvertretenden Regierungspräsidenten Wilhelm Steitz eine Gesprächsrunde stattgefunden. Daran nahmen die Bezirksregierung sowie der Verwaltungsvorstand der Stadt Wegberg teil. In diesem Gespräch habe Steitz konkrete Pläne der Bezirksregierung auf den Tisch gebracht, nach denen die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Petersholz nicht auf 500 bis 800 Personen begrenzt bleibt. Dies war der ursprüngliche Plan. Wegen der anhaltenden Flüchtlingsströme will die Bezirksregierung in Petersholz demnächst bis zu 1200 Flüchtlinge unterbringen. "In dieser Zahl sind die vom Kreis Heinsberg geschaffenen Unterkünfte eingerechnet", sagte Michael Stock. Im Frühjahr 2016 sei mit der Umsetzung der neuen Planungen zu rechnen, erklärte der Verwaltungschef weiter. "Angesichts der dramatischen Entwicklungen und Unterbringungsherausforderungen in den umliegenden Kommunen hat die Verwaltungsspitze gegen die vorgestellte Erweiterung keine Einwände vorgebracht", schloss Stock.

Die Stadt Wegberg beobachtet die Entwicklung also genau, dennoch sind es in erster Linie die Johanniter, die auf die veränderte Situation vorbereitet sein müssen. "Sie sind es ja, die für das Land Nordrhein-Westfalen die Zentrale Unterbringungseinrichtung betreuen. Was wir als Stadt allerdings sagen können, ist, dass alles auf hervorragende Art geregelt ist. Da ist nicht nur die medizinische Versorgung der Menschen sichergestellt", sagte Gerd Pint, Fachbereichsleiter Bildung und Soziales bei der Stadt Wegberg, gegenüber unserer Redaktion. "Gekümmert wird sich auch um Deutsch- und Integrationskurse, wofür auch der sehr aktive Verein ,Asyl in Wegberg' verantwortlich zeichnet. Wir sind insgesamt in einer guten Situation, so dass die Einrichtung in Wegberg landesweit beispielhaft sein dürfte", erklärte Gerd Pint weiter.

Ihm ist jedoch noch ein weiterer Punkt sehr wichtig. Bei all der guten Organisation rund um die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Wegberg sei besonders entscheidend, wie wohl nicht nur Gerd Pint findet, dass "die Menschen, die zu uns kommen, nach all den Strapazen der Flucht erstmal zur Ruhe kommen" müssen. Dies solle die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Wegberg leisten.

Letztlich schätzt die Stadt Wegberg den guten Austausch. Verwaltung und Johanniter, so betont Pint, arbeiteten im Sinne der Flüchtlinge gut zusammen.

Quelle: RP
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