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Wegberg
Bis zum Nordpol und zu den Sternen

Wegberg: Bis zum Nordpol und zu den Sternen
Klaus Bürger vom Historischen Verein las in der Wegberger Mühle Kindergartenkindern aus Wegberg und Harbeck eine spannende Geschichte vor. Das Buch wurde gleichzeitig über einen Beamer an die Wand projiziert. FOTO: R. Klapproth
Wegberg. Gut mit leckeren Weckmännchen gestärkt unternahmen drei Dutzend Kindergartenkinder beim Vorlesetag mit den Vorlesenden gedankliche Reisen. Mit Zeit für Tipps und Austausch von Erfahrungen in der Wegberger Mühle. Von Nicole Peters

Großformatig und farbig mit Beamer an die Wand projiziert, wirkten die Illustrationen mit den zugehörigen Textpassagen aus den drei Büchern noch einmal besser. So fiel es den drei Dutzend Kindergartenkindern leicht, die vorgelesenen Geschichten nachzuvollziehen und sich ein Bild von den handelnden Hauptpersonen zu machen. Der Historische Verein Wegberg hatte gestern im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags Kinder des Familienzentrums "Hand in Hand" und Kindergartens "Pusteblume" in die Wegberger Mühle eingeladen.

Der Tag wird heute zum 14. Mal von der Wochenzeitung "Die Zeit" sowie "Stiftung Lesen" und "Deutsche Bahn Stiftung" initiiert. Ziel ist es, langfristig die Lesekompetenz zu fördern und dadurch Bildungschancen zu steigern. Die Mühe, alle Seiten vorab einzuscannen und zu präsentieren, hatte sich der Vorsitzende des Historischen Vereins Wegberg, Karl Küppers, gemacht. "Eigentlich waren die Vorlese-Einladungen in Verbindung mit unserer Bibliothek, die damals freitagmorgens geöffnet war, entstanden", erinnerte Küppers sich, "zusätzlich haben wir auch schon mal Führungen für Kinder durch die Mühle angeboten."

Das Vorlesen, das aus organisatorischen Gründen einen Tag früher stattfand, stelle für den Verein die Möglichkeit der Anbindung an Kindergärten und Schulen dar. Es herrsche dabei ein Geben und Nehmen - so erhielten die Geschichtsfreunde ebenso Unterstützung bei eigenen Veranstaltungen. Dafür, dass die mit Weckmännchen und Getränken gestärkten 36 Kinder mit ihren Erzieherinnen an diesem Morgen schöne Geschichten hören konnten, sorgten Erste Beigeordnete Christine Karneth sowie die Vereinsmitglieder Anne Hahn und Klaus Bürger. Das Buch "Großer Eisbär Polarstern" der Autorin Sally Grindley stellte Karneth den jungen Zuhörern vor. Darin erlebte die Eisbär-Dame mit ihren Jungen ein richtiges Abenteuer am Nordpol. Dabei erfuhren die Kleinen eine Menge über die Lebensgewohnheiten der weißen Tiere und die besonderen Herausforderungen in kalter Umgebung. Vom Mädchen Lisa und ihrem Schutzengel mit goldenen Flügeln handelte die Geschichte "Ein Engel für mich" von Lissy Kramer, die Klaus Bürger der Zuhörerschar vortrug. Dabei stellte sich heraus, dass einige von ihnen ebenfalls einmal einen Gips - so wie die Hauptdarstellerin am Fuß - getragen hatten. Ein Helm beim Fahrradfahren war dem kleinen Schutzengel ebenso eine Hilfe beim Erfüllen seiner wichtigen Aufgabe wie die Achtsamkeit von Familienmitgliedern.

Beschaulich und verträumt ging es mit Anne Hahn und ihrem Buch "Auch du hast einen Stern" des Autors Ulrich Hoffmann weiter. Darin lernte ein kleiner Bär vom großen die Sternbilder Kleiner und Großer Bär oder Löwe und Krebs am Sternenhimmel kennen. Jeder Bär habe einen eigenen Stern, der über ihn wacht, erfuhr das junge Tier. "Sehr schön" seien die Vorlese-Aktionen des Historischen Vereins, meinte im Anschluss Martina Waldhaus, Leiterin des Kindergartens St. Peter und Paul, der mit dem "Rabennest" aus Harbeck das Familienzentrum "Hand in Hand" bildet. Es sei vor allem wertvoll, dass die Kinder auch aus anderer Hand etwas hörten.

Quelle: RP
 
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