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Wegberg
Burundi: Konvent soll bald gebaut werden

Wegberg: Burundi: Konvent soll bald gebaut werden
FOTO: Förderverein Abbé George
Wegberg. Die Verantwortlichen des Fördervereins Abbé George hoffen, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau des geplanten Konvents des Ordens Bene Umukama an der Kinder- und Krankenstation in Magara/Burundi begonnen werden kann. Von Michael Heckers

Hedwig Klein, Vorsitzende des Fördervereins Abbé George, brachte während eines Pressegespräches in der Wegberger Mühle ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass mit den Bauarbeiten für den neuen Ordenskonvent an der Krankenstation in Magara noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Der geplante Bau war wegen der politischen Unruhen im zentralafrikanischen Burundi zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

"Im Moment beruhigt sich die Lage in Burundi ein bisschen", berichtete Pfarrer Abbé George aus seinem Heimatland. Der katholische Geistliche, der den Bau der Kinder- und Krankenstation in Magara zwischen 2007 und 2012 federführend organisiert hat, lebt heute in Wegberg und war seit 1999 in Arsbeck, Merbeck, Rickelrath und Tüschenbroich seelsorgerisch tätig. Unterstützt wurde der heute 72-Jährige bei seinem Engagement in Burundi vom Förderverein Abbé George, der seit seiner Gründung im Jahr 2007 rund 500.000 Euro an Spendengeldern nach Burundi überwiesen hat.

Nachdem die Kinder- und Krankenstation mit einem Spital plus Ambulanz sowie einer Geburtshilfe 2012 fertiggestellt und 2015 mit ausdrücklicher Zustimmung des Erzbischofs an den Schwesternorden Bene Umukama übergeben wurde, um so langfristig Kontinuität und Stabilität zu erreichen, gerieten die Pläne zum Bau des angrenzenden Ordenskonvents mit Schwesternhaus (geschätzte Baukosten: 61.700 Euro), Gästehaus (21.500 Euro) und einer kleinen Kapelle (18.200 Euro) zuletzt wegen der politischen Unruhen in Burundi ins Stocken. Hedwig Klein und ihr Team vom Förderverein Abbé George stehen in regelmäßigen Kontakt zu Schwester Revocate, die häufig beim Augustinerorden in Neuss zu Gast ist. Schwester Revocate ist die Generaloberin des Ordens Bene Umukama. Zurzeit arbeiten viele Schwestern und eine Ärztin in der Krankenstation. Der Förderverein Abbé George hat zugesagt, die Personal- und Betriebskosten der Station sowie die Baukosten für das Schwesternhaus zu übernehmen. "So können wir einen bestmöglichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Krankenstation leisten", erklärte Klein. Nicht förderfähig seien der Bau des Gästehauses und der Kapelle. Doch auch bei diesem Vorhaben sind die Verantwortlichen aus Wegberg dem Schwesternorden behilflich und zeigten Wege auf, wie durch entsprechende Anträge zur Mitfinanzierung bei Missio/Aachen ein Lösungsweg gefunden werden könnte. "Das Material für den Konvent hat Schwester Revocate schon besorgt", berichtete Hedwig Klein. Jetzt soll so schnell wie möglich mit dem Bau begonnen werden. Die geplanten Baukosten haben sich durch die Verzögerungen nämlich schon erhöht. Schriftführer Heinz-Werner Lennartz begründet das vor allem mit dem im Vergleich zu 2014 ungünstigerem Wechselkurs und beziffert die Mehrkosten gegenüber dem Planansatz auf 16.400 Euro.

Quelle: RP
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