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Wegberg
Casting in Burg Wegberg für ZDF-Spielfilm

Wegberg. Agentur sucht 200 Darsteller für Film über das prekäre Geschlechterrollen-Verhältnis Anfang der 70er Jahre.

Anfang der 1970er Jahre in einem Dorf im Kreis Heinsberg: Die dreifache Mutter Erika Gerlach wird erneut schwanger. Sie gerät wegen der Familienplanung und Kindererziehung in Auseinandersetzung mit ihrem Ehemann Kurt. Erika verlässt mit den drei Kindern ihren Mann, wobei sie Stück für Stück begreift, wie abhängig eine Frau von ihrem Mann in dieser Zeit ist. Ohne seine Erlaubnis bewegt sie sich im rechtsfreien Raum, darf weder einen Mietvertrag noch einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Mutig schließt sie sich einer Frauenbewegung an und versucht sich ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen, was ihr Mann mit allen Mitteln zu verhindern sucht.

Der ambitionierte ZDF-Spielfilm "Aufbruch in die Freiheit" erzählt die fiktive Befreiungsgeschichte der Erika Gerlach vor dem Hintergrund realhistorischer Ereignisse. Die Dreharbeiten finden zwischen Mitte Juni bis Mitte Juli in Wegberg, Köln und Wuppertal statt. Zur namhaften Besetzung gehören Anna Schudt (Tatort Dortmund) und Alwara Höfels (Fack ju Göhte). Für die Verfilmung des 1970er-Dramas sucht die verantwortliche Casting-Agentur Eick (Tatort) über 200 Menschen aus dem Großraum Heinsberg, die an ein bis zwei Drehtagen als Komparsen und Tagesrollen mit Text vor der Kamera stehen werden.

Aus diesem Anlass findet am Samstag, 27. Mai, zwischen 12 und 15 Uhr ein offenes und kostenloses Casting statt, an dem sich jeder beteiligen kann. Casting-Ort ist Burg Wegberg, Burgstraße 8. Die Regieassistenz wird vor Ort sein und nach Kandidaten für die kleinen Rollen Ausschau halten.

Wonach wird konkret gesucht? Gregor Weber von der verantwortlichen Agentur Eick erklärt: "Wir brauchen über 200 Männer und Frauen zwischen acht und 80 Jahren, die Dorfbewohner, Stadtbewohner, Krankenhauspersonal, Studenten und Demonstranten spielen. Da der Film Anfang der 1970er Jahre spielt, müssen wir auch auf die Frisuren achten." Frauen könnten lange oder kurze Haare haben, gerne mit Pony. Bei den Männern seien kurze oder längere Haare sowie Schnäuzer, Bärte und Koteletten super, aber kein Muss. "Im Idealfall sollte ab sofort niemand mehr zum Friseur gehen. Es wird vor einem Drehtag eine Kostümprobe geben, bei der die historische Kleidung vergeben wird und gegebenenfalls die Haare geschnitten werden", erklärt Gregor Weber.

Das Casting-Team ist außerdem verantwortlich für mehrere Kinofilm-Produktionen sowie für die "Tatorte" aus Münster, Dortmund und Köln. Alle Casting-Teilnehmer haben somit die Chance im Anschluss auch bei weiteren Projekten eingesetzt zu werden. Das Casting-Team hofft auf viele Bewerber am Samstag in Wegberg. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Es werden aktuelle Fotos erstellt und ein Datenbogen ausgefüllt. Die Favoriten werden später kontaktiert.

Quelle: RP
 
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