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Wegberg
Das sind die Pläne für die neue Feuerwache

Wegberg: Das sind die Pläne für die neue Feuerwache
Auf der Fläche zwischen der vorhandenen Rettungswache (im Hintergrund), Maaseiker Straße (im Bild) und Grenzlandring soll die neue Feuerwache entstehen. Verkehrstechnisch gilt dieser Standort als ideal. FOTO: Michael Heckers
Wegberg. Dem Planungsausschuss liegt ein Planungsentwurf zum Bau der neuen Wegberger Feuerwache am Grenzlandring vor. Von Michael Heckers

Die Planungsüberlegungen zum Bau einer neuen Feuerwache neben der Rettungswache an der Ecke Grenzlandring/Maaseiker Straße waren am Dienstagabend Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung. Die Firma kplan AG hat im Auftrag der Stadt Wegberg im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ein Grundkonzept für eine Feuerwache am Grenzlandring erstellt.

Die alte Wegberger Feuerwache an der Venloer Straße ist seit 1978 in Betrieb. Technik und Platzverhältnisse sind nicht mehr zeitgemäß, es soll sogar Mängel beim Brandschutz geben. Darum wird ein Neubau geprüft (unsere Redaktion berichtete). Die grundsätzlichen Beschlüsse zum Bau der neuen Feuerwache müssen noch getroffen werden. Bürgermeister Michael Stock hat einen Arbeitskreis mit dem Titel "Feuerwehr-Investitionen" ins Leben gerufen, der sich unter anderem mit dem möglichen Neubau der Feuerwache Wegberg beschäftigt. Der Arbeitskreis besteht aus Mitgliedern der Verwaltung, des Rates und der Führung der Feuerwehr und tagt das nächste Mal am 27. September.

Dieser Entwurf aus der Machbarkeitsstudie der kplan AG zeigt den derzeitigen Planungsstand, oben links die vorhandene Rettungswache. FOTO: kplan AG

Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt Wegberg mit knapp 60 Millionen Euro Schulden dürfte um den Bau der neuen Feuerwache hart gerungen werden. Detaillierte Angaben zu den möglichen Kosten wurden noch nicht gemacht, es sind Summen in Höhe von drei bis sieben Millionen Euro im Gespräch. Zurzeit stehen die vorbereitenden Prüfungen und Verfahrensschritte auf dem Programm. Der Arbeitskreis soll die notwendigen politischen Beschlüsse vorbereiten.

Das Grundkonzept sieht für die neue Feuerwache ein etwa 95 Meter langes und 19 Meter tiefes Gebäude vor, das in etwa 45 Grad zur Maaseiker Straße positioniert ist. Der westliche Teil des Gebäudes hat zur Maaseiker Straße eine Höhe von etwa zwölf Meter, der östliche Teil ist etwa 7,50 Meter hoch. Neben den Fahrzeughallen und zugehörigen Werkstätten sind im westlichen Gebäudeteil Umkleiden und Sanitärräume, Schulungsräume und Büros sowie Technikräume vorgesehen. Die Anordnung der Gebäude resultiert in dem Entwurf aus den Überlegungen, lärmintensive Nutzungen möglichst abgewandt von den benachbarten Wohngebieten zu verorten. Der Alarmhof ist in Richtung des Grenzlandrings orientiert. Der Übungshof befindet sich im Norden Richtung Schwimmbad, Sportanlagen und Hundeübungsplatz. Dort sind auch Stellplätze für Autos, Lagerflächen für kontaminierte Stoffe und Reststoffe sowie ein Übungshof mit angrenzendem Übungsturm geplant. Auf der anderen Gebäudeseite, Richtung Grenzlandring, ist der Alarmhof angeschlossen, von dem die beschrankte Alarmausfahrt an die Maaseiker Straße angebunden ist. An der östlichen Seite erstreckt sich in dem Planungsentwurf vom Übungshof zum Grenzlandring eine Notausfahrt, die ebenfalls den Alarmhof anbindet.

Experten halten den geplanten Standort für die neue Feuerwache in der Nähe des Grenzlandrings für ideal, weil die Feuerwehrfahrzeuge im Ernstfall sehr zügig sowohl die Innenstadt als auch die Außenorte erreichen könnten. Feuerwehrchef Dietmar Gisbertz begrüßt die Pläne zum Bau der neuen Feuerwache am Grenzlandring, wenngleich er davon ausgeht, dass das Vorhaben wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt Wegberg "sicherlich kein leichtes" wird. Er erinnert die politischen Entscheidungsträger allerdings auch daran, dass der notwendige Leistungsstandard einer modernen Feuerwehr zu gewährleisten ist.

Der Planungsausschuss hat den Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans noch nicht gefasst, weil zunächst die nächste Sitzung des Arbeitskreises am 27. September abgewartet werden soll. Am 25. Oktober wird sich der Stadtrat mit dem Thema auseinandersetzen.

Quelle: RP
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