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Wegberg
"Dat joav et noch nii" - Mundartabend im Forum

Wegberg: "Dat joav et noch nii" - Mundartabend im Forum
Die Programmhefte zum großen Mundartabend sind bereits fertig. Zu hören sein werden unter anderem das "Klompelied" und "Flotte Sprüek öm Flaas un Trachte". FOTO: JÜRGEN LAASER
Wegberg. Am 9. April rückt die heimische Mundart wieder in den Mittelpunkt. Der Historische Verein Wegberg hat viele Akteure befreundeter Vereine um sich versammelt. Es wird gelesen und gesungen. Von Anke Backhaus

Theo Schläger betreibt einen hohen Aufwand, um die heimische Mundart vor dem Aussterben zu bewahren. Der frühere Lehrer setzt an einem denkbar logischen Punkt an - bei Kindern. "Doch es ist heute nicht mehr so einfach, sie zu erreichen, weil viele junge Lehrer die Mundart nicht mehr verstehen." Umso wichtiger ist es Schläger, Veranstaltungen wie diese zu bewerben: Am Samstag, 9. April, 19 Uhr heißt es bei freiem Eintritt "Dat joav et noch nii" im Wegberger Forum.

Zu den Initiatoren dieses großen Mundartabends zählen der Historische Verein Wegberg und der Heimatverein Wegberg-Beeck, die sich bereits oftmals zusammengetan haben, um die regionale Geschichte aufrecht zu erhalten. Nun geht man allerdings einen Schritt weiter, wie Karl Küppers, Vorsitzender des Historischen Vereins, sagte: "Neben dem Historischen Verein und dem Heimatverein Wegberg-Beeck machen auch viele weitere Akteure mit." So ergebe sich eine größere Vielfalt. Küppers bekannte, zwar "platt" sprechen zu können, doch die korrekte Verschriftlichung überlasse er lieber denen, die davon auch etwas verstehen. Nur: "In der Vorbereitung auf unseren großen Mundartabend habe ich mal wieder festgestellt, wie groß die Unterschiede eigentlich sind. Der Wegberger spricht schon anderes Platt als der Beecker. Der Niederkrüchtener wiederum anders als der Elmpter. Das lässt sich also nicht auf eine einfache Regel herunterbrechen."

Darum dürfen die Besucher, die sich übrigens aktiv am Geschehen beteiligen sollen, auf viele interessante sprachliche und grammatische Aspekte freuen. Doch es wird nicht nur gelesen, sondern auch gesungen. Wer anders als Theo Schläger, der unzählige Lieder in der heimischen Mundart geschrieben hat, wird mit seiner Cäcilienchorgemeinschaft Katzem-Lövenich den musikalischen Part des Mundartabends übernehmen. "Ich werde auch vier junge Sängerinnen mitbringen", kündigt Schläger an und liefert mit ihnen den Beweis, dass das Interesse für Mundart nicht nur im fortgeschrittenen Alter begründet liegt. Im Gegenteil: Theo Schlägers jahrzehntelange Arbeit in Sachen Mundart gerade mit Kindern ist erfolgreich. Apropos Kinder: Die Kinder des Familienzentrums Hand in Hand beteiligen sich mit Vorträgen am Mundartabend.

Theo Schläger und Georg Wimmers, ebenfalls ein ehemaliger Pädagoge, haben eigens für den 9. April gemeinsam ein Lied kreiert, das die Besucher mitsingen sollen. Fotos von Heinz Eßer, die er alle mit kleinen Versen versehen hat, runden den großen Mundartabend ab. Die Akteure hoffen nun, dass die Veranstaltung viele Freunde anzieht.

Quelle: RP
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