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Wegberg
Denkmal wird umfangreich saniert

Wegberg: Denkmal wird umfangreich saniert
Das Fachwerk der Tüschenbroicher Kornmühle ist beinahe komplett freigelegt. In einem ersten Schritt war zuvor die Grundsicherung des Kulturdenkmals vorgenommen worden. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Um die Restaurierung der Tüschenbroicher Kornmühle finanziell zu unterstützen, haben Vertreter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gestern einen symbolischen Fördervertrag überbracht. Von Nicole Peters

An der zweigeschossigen, oberschlächtigen ehemaligen Kornmühle neben dem Restaurant "Tüschenbroicher Mühle" gibt es weiterhin viel zu tun. Aufgrund des ständigen Spritzwassers vom Mühlenbach waren im Laufe der Jahrzehnte sogar die dicken tragenden Eichenbalken angegriffen worden. Mit einer aufwendigen Restaurierung hat Inhaberfamilie Krapoll jetzt zunächst die Standfestigkeit der Mühle wiederhergestellt, zudem saniert sie deren Außenfassade und das Dach. Gestern hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Form eines symbolischen Fördervertrags eine großzügige Zuwendung für diese Arbeiten überbracht.

"WestLotto stellt aus der Glücksspirale Geld für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung, zum Beispiel unserer Denkmalstiftung", erläuterte der Vorsitzende von deren Ortskuratorium Jülicher Land/Euregio, Roland Tauber, der gestern mit den Mitgliedern Günther Schorn, Matthias Röder und Wolfgang Schneiders dem Bauherrn Jörg Krapoll den Fördervertrag übergab. Für die Arbeiten an der ehemaligen Kornmühle stellte die Stiftung damit einen höheren fünfstelligen Betrag zur Verfügung. Eine Tatsache, die Jörg Krapoll und seine Familie freuen: "Wir haben Glück gehabt, dass wir so großzügig unterstützt worden sind. Ohne Hilfe wäre es nicht möglich gewesen, den Bau so weit voranzutreiben." Stemmten die Inhaber die bisherigen Arbeiten am historischen Gebäudeensemble rund um den Mühlenweiher aus eigenen Mitteln, übersteigt die Restaurierung der Kornmühle ihre Möglichkeiten. So spielt es mit eine Rolle, dass aus dem künftig geplanten kleinen Mühlenmuseum keine größeren Einnahmen zu erwarten sind.

Kuratoriumsmitglied Matthias Röder hob ausdrücklich die Bedeutung, die einer Förderung durch die Stiftung zukommt, hervor: "Das, was von ihr als nachhaltig anerkannt wurde, ist ein Qualitätsmaßstab. Zuvor erfolgte eine genaue Prüfung vor Ort, und die Maßnahme wird weiter begleitet." Eine der Voraussetzungen ist dabei, dass das jeweilige Gebäude unter Denkmalschutz steht.

Mit Blick auf die Außenfassade und bei einer Besichtigung des Innenraums waren die bisher geleisteten Arbeiten gestern gut nachzuvollziehen. Zunächst war das in Fachwerkbauweise erstellte Gebäude auf Stahlrohrstützen gestellt und damit die teilweise marode Holzkonstruktion abgefangen und die Tragfähigkeit wiederhergestellt worden. Das Holz ist zu großen Teilen instandgesetzt. Im Mühlraum sorgt eine Bodenplatte zusätzlich zum umlaufenden Ringanker für Stabilität. Die Aufmauerung der Gefache mit Lehmsteinen ist weiter fortgeschritten, muss angesichts von aktuellen Niederschlägen zurzeit jedoch ausgesetzt werden. Da sich die Dachkonstruktion in einem relativ guten Zustand befindet, wird mit Abschluss der Arbeiten an Dach und Außenfassade im Frühjahr gerechnet, blickte Jörg Krapoll nach vorne.

Quelle: RP
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