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Wegberg
Die Schönheiten Polens vorgestellt

Wegberg: Die Schönheiten Polens vorgestellt
Beata Koziollek (stehend links) und Teresa Osmann (stehend rechts) berichteten aus der polnischen Heimat. Als kulinarischen Eindruck boten sie Frikadellen, polnischen Senf, Griebenschmalz und Brot an. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Innerhalb der Themenreihe "Aus fremden Ländern" stellen zwei gebürtige Polinnen ihre Heimatgegend sowie Gebräuche und Besonderheiten Polens vor - sinnliche Eindrücke durch Fotos, Lieder und Speisen inbegriffen. Von Nicole Peters

Ihr Versprechen, dass es nicht langweilig werden würde, machten die Referentinnen Beata Koziollek und Teresa Osmann wahr: Nach ihrem gut einstündigen kurzweiligen Beitrag zu ihrem Heimatland Polen zeigte das anschließende angeregte Gespräch mit den rund 50 Zuhörern, dass großes Interesse da war und die Neugier auf den Nachbarn groß.

Die Volkshochschule hatte den Kontakt zu den Frauen, die ebenfalls Sprach- und Integrationskurse für das Institut anbieten, hergestellt. Der "Aktionskreis Wegberger Mühle" (AWM) hatte zum Vortrag "Aus der polnischen Heimat" innerhalb der Themenreihe "Aus fremden Ländern" in die Wegberger Mühle eingeladen. Den Auftakt zur Länderbezogenen Folge habe damals Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran, der aus Vietnam stammt, gemacht, erläuterte Hedwig Klein AWM-Sprecherin und -Mitglied. Der Anklang beim Publikum war so groß gewesen, dass der ehrenamtlich tätige Aktionskreis im Folgenden die Koreanerin Buschmeyer und Russland-Deutsche des Erkelenzer Bauxhofes einluden.

Für die polnischen Vortragenden galt es an diesem Abend, die etwa 1000 Kilometer umfassende Entfernung bis in ihre Heimatgegend Oberschlesien zu überwinden und das aufmerksame Publikum anschaulich in polnische Gebräuche und Besonderheiten einzuführen. Über 312.685 Quadratkilometer Fläche verfügt das Land mit einer Bevölkerung von 37,95 Millionen Menschen. In 16 Woiwodschen ist Polen seit dem ersten Januar 1999 aufgeteilt, besitzt 9300 Seen und die Gebirgszüge Karpaten, Sudeten und Heiligkreuz Berg. Mit einem Auszug aus einer polnischen Komödie über die Schwierigkeiten eines deutschen Militärs, den polnischen Namen eines Soldaten aufzuschreiben, gelang nachfolgend der Übergang zur wechselhaften Historie. Die drei Teilungen im 18. Jahrhundert, erlebte Kriege und der EU-Beitritt im Mai 2004 kamen als wichtige Eckdaten zur Sprache. Vor allem für die Anwesenden, die einen Urlaub im Land planen, waren im Anschluss Ausführungen zu landschaftlichen Reizen, Gebieten und Städten sowie Essen interessant.

Dass einige bereits dort waren, beispielsweise die leckere Rote-Beete-Suppe gegessen und Sehenswürdigkeiten unter anderem in den Städten kennenlernten, machten Äußerungen deutlich. Nach dem gemeinsamen Einstudieren einer Liedstrophe in polnischer Sprache, bei der jedes Wort eine Geste zugeordnet bekam, vertieften Fragen das erworbene Wissen. Ja, die Arbeitslosigkeit in Polen sei relativ hoch und viele wanderten für Arbeit nach England, Deutschland oder in die Niederlande aus, sagte Koziollek, die der Liebe wegen vor fünf Jahren nach Deutschland kam - ebenso lange ist Osmann hier. Die Wirtschaft sei inzwischen unter anderem durch Ansiedlung von Firmen wieder stärker geworden und somit zunehmend Arbeit im Land vorhanden. Der Vermögensunterschied zwischen Ost und West sei nicht mehr so hoch wie früher, Ukrainer kämen zum Arbeiten ins Land und Tourismus sei in den Großstädten verbreitet, erklärten sie. In der Schule werden Deutsch und Englisch gelernt. Als kulinarischen Eindruck boten sie zum Abschluss Frikadellen, polnischen Senf, Griebenschmalz und Brot an.

Quelle: RP
 
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