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Wegberg
Die Tradition der Maifeier erhalten

Wegberg: Die Tradition der Maifeier erhalten
Hier in den Pfarrgarten kommt der Maibaum hin: Vereinsvertreter (Frauengemeinschaft, Schillhusaren, Thomas-Morus-Förderkreis) planen das Maifest. Rechts: Organisatorin Roswita Pietz. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Vielerorts kommen Menschen am Abend vor dem 1. Mai bei größeren Veranstaltungen oder kleineren Feiern in den Straßen in geselliger Runde zusammen. In Merbeck erfolgt die zweite Auflage eines zentralen Fests am Pfarrheim. Von Nicole Peters

Es sind Thomas-Morus-Förderkreis, Trommlerkorps, die Schillhusaren der St. Maternus Schützenbruderschaft sowie die Katholische Frauengemeinschaft, die die zentrale Maifeier im Pfarrgarten gestalten. Ursprünglich hatte Markus Fuge die Idee zur Feier gehabt, da einige Straßenzüge keine eigenen mehr ausrichten. Im ganzen Kreis Heinsberg werden am Abend vor dem 1. Mai vielerorts Menschen bei größeren Veranstaltungen oder kleineren in den Straßenzügen in geselliger Runde zusammenkommen.

Einen Maibaum aufzustellen und Musik zu spielen, gehört meist dazu. Roswitha Pietz hat die Organisation der Merbecker Feierlichkeit, die nicht in Konkurrenz zu den Straßenfeten stehen will, übernommen. "Wir richten sie aus, damit das alte Brauchtum weiterhin gepflegt wird", erläuterte sie beim Gespräch im Pfarrheim, "bei der Erstauflage im vorigen Jahr waren rund 150 Leute gekommen." Es sei Tradition, dass die Leute wissen, wo sie am Abend vor dem 1.

Mai hingehen können, bekräftigte Andreas Theißen, Vorsitzender des veranstaltenden Fördervereins St. Maternus, deshalb werde etwas angeboten werden. "Die Nachbarn können zusammensitzen und leckere Reibekuchen essen", beschrieb er die Vorzüge. Bei den Vorbereitungen helfen alle tatkräftig mit. Die Landwirte schlagen Montagabend Tannenbäume, die somit frisch und grün auf die langen Stämme im Ort gesetzt werden. Im Pfarrgarten wird ein zehn Meter hohes Exemplar von den Schützen mithilfe von langen Gabeln, mit denen sie immer wieder nachfassen, aufgerichtet.

Damit der Stamm schön geschmückt vorbereitet ist, werden am Dienstag- und Mittwochabend Röschen gedreht, Kränze mit grünen Zweigen und Draht gebunden und die Örtlichkeit hergerichtet. Den Kindermai, ein Birkenbäumchen, schmücken die Kinder mit Unterstützung der Erwachsenen mit Röschen und bunten Bändern - er wird auch am Donnerstag aufgesetzt. Dazu kommen alle ab 19 Uhr unter der Überdachung des Pfarrheims zusammen und ziehen zur Musik des Trommlerkorps in den Pfarrgarten.

Mehrmals werden die Musiker zum Aufstellen der Bäume im Ort spielen. "Früher hatte jede Straße ihren eigenen Baum", erinnerte sich Pietz, "da ist der Verein von einem zum anderen gefahren oder gelaufen." Damals sei die Handhabung zudem lockerer gewesen, wobei heutzutage im Pfarrgarten eine metallenere Haltevorrichtung für Sicherheit sorge und allgemein die Befestigung verbessert worden sei. Neben der Tradition des Familien- und Nachbarschaftsfestes hat sich der Brauch gehalten, den Mädchen einen Mai etwa in Form von Herzen ans Haus zu stecken.

Zuvor seien es geschmückte Birkenstämmchen gewesen, sagte die Organisatorin. Nach wie vor werden Bäume und Maischmuck bis Ende des Monats bestehen bleiben.

Quelle: RP
 
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