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Wegberg
Dorfausschuss Rath-Anhoven macht ohne Vorsitzenden weiter

Wegberg. Die Ergänzungswahl für das Amt des Vorsitzenden war bei der Herbstversammlung des Dorfausschusses Rath-Anhoven nicht zustande gekommen, da kein Kandidat zur Verfügung stand. Deshalb wurde jetzt eine außerordentliche Dorfversammlung einberufen, um den Vorsitz zu besetzen. Ein Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Heinz-Willi Jansen meldete sich dabei zwar nicht, aber die mehr als 60 Anwesenden stimmten bei einer Enthaltung für den Fortbestand des Ausschusses. Von Nicole Peters

Satzungsgemäß ist dafür eine Dreiviertel-Mehrheit notwendig. Zuvor hatte Kassierer Thomas Jansen erklärt, dass der bestehende Vorstand auch ohne Vorsitzenden gerne die Kerngeschäfte weiterführen würde: Durchführung von jährlich zwei Dorfversammlungen, Herausgabe des Veranstaltungskalenders, Mitarbeit bei örtlichen Veranstaltungen und Kommunikation mit offiziellen Stellen.

Redebeiträge aus der Zuhörerschaft verdeutlichten die große Bedeutung, die der Ausschuss für das Gemeinschaftsleben hat. Die Versammlungen geben den Bürgern Gelegenheit, zu aktuellen Themen mit Bürgermeister sowie Rats- und Stadtvertretern zusammenzukommen. Als Gruppe habe der Dorfausschuss zudem mehr Einfluss als eine einzelne Person. Mahnend merkte ein Bürger an, dass in der Vergangenheit zu viele Dinge an den Ausschuss herangetragen worden seien und erinnerte an die gewählten Vertreter im Rat, die verstärkt eingebunden werden sollten. "Wir sind kein Parallelparlament, können aber Meinungen bündeln und Dinge an Ratsmitglieder oder Stadt weitergeben", sagte Jansen.

Den großen Zuhörerandrang hatten zwei weitere Angelegenheiten ausgelöst, die unter dem Punkt Verschiedenes besprochen wurden. Zum einen wies Ortsausschuss-Vertreterin Beatrix Kurpick auf einen offenen Brief hin, in dem sich für den Erhalt der Grundschule ausgesprochen wird. Dieser wird im Ort zum Unterschreiben und im Anschluss an die Stadtverwaltung weitergegeben. Zum anderen wiesen Anwohner der Rather Straße und CDU-Ratsmitglied Werner Eßer auf die kommende Ratssitzung am Dienstag hin: Darin wird eine Satzung verabschiedet, die die Preislage für Anwohner als Beteiligung an Sanierungsarbeiten zwischen Buchholzer Straße und Kreisverkehr auf der B 57 regelt. Die Befürchtung ist, dass sich die anteiligen Kosten erhöhen könnten und die Parkplatzsituation nicht ausreichend berücksichtigt würde. Jansen wies darauf hin, dass zur Rather Straße eine noch nicht terminierte Infoveranstaltung geplant sei.

Quelle: RP
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