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Wegberg
Ein Herz für Burundi

Wegberg: Ein Herz für Burundi
Fotograf Günter Passage (vorne r.) stellt die Fotos seiner Burundi-Reise in der Filiale der Kreissparkasse in Wegberg aus. Mit im Bild KSK-Direktor Thomas Pennartz (vorne Mitte) und Abbe George (vorne l.). FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. In einer Fotoausstellung, die in der Wegberger Kreissparkassenfiliale zu sehen ist, erhalten Besucher Eindrücke von der Kinder- und Krankenstation in Magara/Burundi. Die Krankenstation wurde mit Hilfe des Fördervereins gebaut. Von Nicole Peters

Einen sehr engen Bezug zu den Fotografien von "seinem" Projekt Kinder- und Krankenstation in Magara in Burundi sowie Land und Leuten hat der afrikanische Pfarrer Abbé George Rukundo. Er war sieben Jahre lang vornehmlich in den früheren Pfarreien Arsbeck, Dalheim und Wildenrath als Seelsorger tätig. "Das sind meine Leute, das ist mein Land" habe er beim Hereinkommen in die Kreissparkassen-Filiale gesagt, erzählte Bürgermeister Michael Stock während der Eröffnung der Ausstellung "Ein Herz für Burundi".

Ebenso berichtete Kreissparkassen-Vorstandsvorsitzender Thomas Pennartz von eigener emotionaler Verbundenheit mit dem Projekt und dem afrikanischen Land: Er hatte im Jahr 2011 eine Reise nach Ruanda und Burundi unternommen. "Die Eindrücke haben mich sehr bewegt", sagte er, vor allem die Menschen mit ihrer Gelassenheit und Freundlichkeit werde er nicht vergessen. Bezogen auf die ehrenamtliche Arbeit des "Fördervereins Abbé George" und der damit verbundenen Ausstellung betonte er, dass Engagement wichtig sei. Derzeit lebten rund 3500 Flüchtlinge im Kreis Heinsberg mit 250 000 Einwohnern - das sei so, als ob hundert Menschen in einem Raum seien und zwei dazukämen. "Diese Situation stellt einen kleinen Ausschnitt davon dar, was es wirklich an Problemen in der Welt gibt. Man braucht oft viele kleine Schritte, um wirksam zu arbeiten."

Auf einzelne Meilensteine des Projektes ging Hedwig Klein ein. So konnte 2012 der Betrieb in der Krankenstation, die im September 2015 vom Orden "Bene Umukama" übernommen wurde, aufgenommen werden. Mit etwa 300.000 Euro, die seit Vereinsgründung im Jahr 2007 durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Aktionen zusammengekommen sind, sind eine Ambulanz, ein Hospital mit 20 Betten und eine Geburtsstation erbaut worden, die man auf den Fotos sieht. Wassergraben und Schutzmauer sowie zwei Personalhäuser wurden ebenfalls fertiggestellt. Weitere finanzielle Unterstützung werde für den Bau eines kleinen Konvents für die Ordensschwestern sowie die Beteiligung an Personal- und Betriebskosten oder notwendiger medizinischer Einrichtung und Ausstattungen gebraucht, betonte Hedwig Klein und bedankte sich ausdrücklich für die bisherige Hilfe.

Vereinsmitglied Ulrich Frieten, der im Sommer 2010 mit Heinz-Werner Lennartz und Artur Tellers die Station besuchte, entdeckte viel Vertrautes in der Schau. "Erst jetzt wird mir die enorme Farbenvielfalt bewusst", meinte er zur Abbildung einer Teeplantage, die auch sie dort gesehen hatten. Burundische Trommeln hätten sie bei einem Jubiläums-Gottesdienst erlebt - sie seien ganz typisch für das afrikanische Land, fügte er an.

Die Fotografien hatte Fotojournalist Günter Passage während einer Reise nach Ostafrika im Februar und März 2015 angefertigt.

Quelle: RP
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