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Wegberg
Ein neuer Chef für die SEWG

Wegberg. Marc Neumann wird zum 1. Juli neuer Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Wegberg (SEWG). Der 48-Jährige hat die Aufgabe, die freien Flächen im Wegberg-Oval zu vermarkten. Von Michael Heckers

Marc Neumann übernimmt die Aufgabe des SEWG-Geschäftsführers von Theo Schmitz (65), der ebenso wie SEWG-Prokurist Hans-Peter Wilms zum Monatswechsel in den Ruhestand geht. "Ich darf ein gut bestelltes Feld übernehmen, dafür danke ich Theo Schmitz und Hans-Peter Wilms", sagte Marc Neumann bei seiner offiziellen Vorstellung gestern in den Räumen der SEWG an der Bahnhofstraße.

Die SEWG wurde im April 1999 gegründet und dient seitdem der Förderung von Eigentumsbildung weiter Kreise der Bevölkerung. Dazu soll die SEWG preiswerte Immobilien bereitstellen. Seit Januar 2004 hat die SEWG ihren Gesellschaftszweck erweitert und hält seitdem Gewerbe- und Industrieflächen im Wegberg-Oval (Wildenrath) vor, um den Wirtschaftsstandort Wegberg zu stärken. Der bisherige Geschäftsführer Theo Schmitz, der seit 43 Jahren für die Stadt Wegberg im Dienst ist und vor 1993 im Schulamt tätig war, hat den Weg der SEWG seit ihrer Gründung eng begleitet. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Vermarktung des Wegberg-Ovals in Wildenrath. Das Konversionsprojekt gilt als vorbildlich in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt 1316 Arbeitsplätze (Stand: 31. März 2016) wurden dort nach der Umwandlung des ehemaligen NATO-Flugplatzes RAF Wildenrath der Royal Air Force Germany in den Gewerbe- und Industriepark Wegberg-Wildenrath (Wegberg-Oval) geschaffen. Im Bereich nördlich der Friedrich-List-Allee wurden durch die SEWG 21,7 Hektar Fläche veräußert und Firmen wie Automobilzulieferer Denso, AGC, SPT, Clyvia und Baltes Bedachungen angesiedelt. Der südliche Bereich des Wegberg- Ovals ist vor allem durch die riesigen Zugbildungshallen und Testgleise von Europas modernstem Prüfzentrum für Schienenfahrzeuge der Firma Siemens geprägt.

Aber auch Unternehmen wie TCI Gefahrgutlogistik, Kaufmann & Lindgens, Kamps Logistik und das Ingenieurbüro Gronau sind dort beheimatet. "Die neue Anbindung über die B221n macht sich für das Wegberg-Oval deutlich positiv bemerkbar", sagt Bürgermeister Michael Stock. Noch etwa 20 Hektar freie Fläche stehen Marc Neumann im Wegberg-Oval für die Vermarktung zur Verfügung. Das ist aber nur eine von drei wesentlichen Aufgaben, die vor dem neuen SEWG-Chef liegt. Die SEWG soll sich mit dem neuen Führungspersonal verstärkt darum kümmern, bezahlbaren Wohnraum für Familien nach sozialen Aspekten zu schaffen sowie neue Wohnbauflächen vor allem im Bereich des Wegberger Innenrings ausweisen zu können. "Wir haben attraktive Grundstücke, die sich preislich sehen lassen können", sagte Neumann. Zurzeit vermarktet die SEWG vier Baugrundstücke in Arsbeck (Auf dem Kamp), und jeweils eins in Dalheim-Rödgen (Marienweiler) und Holtum (Marktstraße), außerdem das ehemalige Schulgebäude in Klinkum (Alte Landstraße), das Areal des ehemaligen Begegnungszentrums in Wegberg (Beecker Straße) sowie jeweils ein städtisches Objekt an der Maaseiker Straße in Wegberg und an der Straße In Gerichhausen. In Planung sind sieben bis neun Baugrundstücke in Wildenrath (Dalheimer Straße) und Arsbeck (Adelgundisweg).

Quelle: RP
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