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Wegberg
Erste Übungen und tolle Tricks auf Kufen

Wegberg: Erste Übungen und tolle Tricks auf Kufen
Julia (9) stand vor fünf Jahren zum ersten Mal auf dem Eis. Der Pinguin gibt ihr bei den ersten Runden Sicherheit. Seit Jahren kommt sie aus Rheindahlen nach Wegberg zum Eisvergnügen am Rathaus. FOTO: JÖRG KNAPPE
Wegberg. Die Kunsteisbahn auf dem Rathausplatz bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Von staksigen Schritten auf dem glatten Grund bis zu eleganten Schleifen reichen die Fähigkeiten. Von Nicole Peters

Holiday on Ice am Rathaus: Während der Weihnachtsferien zieht es besonders viele Kinder und Jugendliche auf die rund 300 Quadratmeter große Kunsteisbahn. Nach Herzenslust drehen sie hier ihre Runden an der frischen Luft oder treffen sich mit Freunden. Trotzdem bleibt genug Platz für die Jüngsten, die zum Teil ihre allerersten Laufübungen machen.

Auch Julia (9 Jahre alt) hat bereits mit vier Jahren das erste Mal auf dem Eis gestanden. Seit mehreren Jahren kommt sie aus Rheindahlen her, um ihre Fertigkeiten zu festigen. Bis heute nimmt sie gerne am Anfang den Lauflern-Pinguin als Unterstützung hinzu, der ihr viel Sicherheit verleiht. Sie ist eher vorsichtig und lässt sich nicht wie andere Kinder einfach fallen, wenn sie das Gleichgewicht verlieren. Am heutigen Tag hangelt sie sich mal an der Bande entlang oder dreht in lila-farbener Jacke und Mütze mit Stern einzelne Runden zwischen den mehr als zwei Dutzend anderen Läufern.

Den günstigen Preis findet ihre Mutter ebenso in Ordnung wie die relativ kurze Anreise nach Wegberg. Franka (6) und Bruder Jonas (9) sind zu Fuß zur Eisbahn gekommen. Auch sie sind bereits seit Jahren Stammgäste. Während die kleine Schwester meist die Laufhilfe in Anspruch nimmt und sich ansonsten vorsichtig in Bandennähe aufhält, ist Jonas bereits relativ flott unterwegs. "Ich finde das Laufen hier ganz okay, und es macht auf jeden Fall Spaß", sagt er, warm mit Winterkleidung und Schutzhelm angezogen, "das Laufen habe ich hier auf dem Eis gelernt." Während beide stundenlang auf der Eisfläche laufen, trifft ihr Vater schon mal den ein oder anderen Bekannten am Rand und hat somit ebenfalls Unterhaltung.

Dass selbst Erwachsene die relativ schweren, stabilen Pinguine in Anspruch nehmen, um ohne weitere Hilfe ihr Gleichgewicht auf den Kufen halten zu können, hat Friedhelm Hilz oftmals mitbekommen. Er verleiht Schlittschuhe, schleift sie, verkauft Eintrittskarten und hält das Eis in Ordnung. Die Großen müssten sich dann etwas bücken. Bei kleineren Kindern würden die Eltern manchmal mitschieben. Für guten Halt an den Füßen sorgen Schlittschuhe, die Eishockeyschuhen nachempfunden sind, aber eine Hartschale besitzen, Inlinern vergleichbar. Die ganz normale (Turn-) Schuhgröße gilt als Richtwert für den geliehenen Schuh. "Zur Schulzeit waren mehr als drei Wochen lang Schulklassen morgens hier", erzählt Hilz, "am Montag bei der Disco war viel los, und jetzt während der Ferien haben wir bei schönem Wetter jeden Tag viel Betrieb." Die unterschiedlichen Laufstärken seien kein Problem - jeder laufe so, wie er will. Händchen haltende junge Paare sind ebenso zu beobachten, wie Eltern mit Kind oder kleine sich verfolgende Gruppen. Yannick (12) zieht dazwischen seine Runden, läuft rückwärts oder zeigt den Eishockey-Stopp. Er laufe seit mehreren Jahren auf dem Rathausplatz Schlittschuh und übe besonders gerne Tricks ein, erzählt er.

Und auch morgen ist geöffnet: von 14 bis 18 Uhr sowie zur Silvesterparty von 20 bis 23 Uhr, Neujahr lockt das Eis von 14 bis 20 Uhr.

Quelle: RP
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