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Wegberg
Existenzgründer in der Innenstadt sehen Zukunftschancen

Wegberg: Existenzgründer in der Innenstadt sehen Zukunftschancen
Senden positive Signale an interessierte Geschäftsleute: Ulrike Zimmermann und Heike Büttner glauben, dass die Wegberger Innenstadt Entwicklungspotenzial hat. FOTO: Knappe
Wegberg. Vor allem im Bereich der Damenmode hat sich im Wegberger Stadtkern einiges getan: Neu eröffnete Boutiquen laden zum Shoppen ein. Weitere Anbieter sind aber willkommen. Von Nicole Peters

Nach und nach schließen sich die Lücken innerhalb der Ladenlokale auf Hauptstraße, Rathausplatz oder in der Karmelitergasse. Zentral, schräg gegenüber vom Brunnen auf der Fußgängerzone, liegt das Geschäft "Einzigartig", mit dem sich Inhaberin Ulrike Zimmermann vor einem halben Jahr selbstständig gemacht hat.

Die Wegberger Geschäftswelt mit einem bislang fehlenden Angebot zu unterstützen und ihre eigenen Ideen zu verwirklichen, waren Gründe für sie, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Weitere Boutiquen, eine Fahrschule sowie ein Bestattungsunternehmen sind andere Beispiele, die für positive Signale sorgen. "Durch regelmäßige Einkäufe in der Wegberger Innenstadt wusste ich, welche Artikel fehlten", erzählt Zimmermann im RP-Gespräch, "entsprechend biete ich jetzt Dekorationsware, Magnet-Schmuck und Accessoires zusätzlicher Firmen an, wobei die Stadt das ein oder andere Geschäft noch bräuchte."

Ihre Entscheidung habe sie vor der Eröffnung sorgfältig abgewogen, denn: Man könnte noch so gute Ideen haben - es mache nur Sinn, wenn es sich lohne. Heike Büttner hat bereits beim Verkauf in den Modegeschäften "Trends and Lifestyle" und dem vor gut einem Jahr zusätzlich eröffneten "Trends and Curves" vielfältige Erfahrungen gemacht. Inhaberin ist Schwester Silvia van Beekum, die sich mit viel Engagement einbringt und seit mehr als 20 Jahren selbstständige Geschäftsinhaberin ist. Zunächst unterhielt sie in Wegberg ein Café und Einrichtungsgeschäft. Heute sind es die zwei Modeläden, denen aktuell eins in Giesenkirchen folgte. "Rund ein Jahr lang haben wir eine Ecke mit Herrenmode gehabt", sagt Büttner, "da die Männer aber nur ein oder zweimal im Jahr einkaufen kamen, war die Nachfrage nicht groß genug gewesen." Eine Belebung der Innenstadt durch mehr Besucher wünschen sich beide.

Dass die City durchaus Potenzial hat, findet auch Buch- und Schreibwarenhändler Ulrich Kirch: "Vielfach merken es die Wegberger erst, wie schön der Fußgängerbereich ist, wenn sie von Auswärtigen darauf aufmerksam gemacht werden." Als stellvertretender Vorsitzender der Werbegemeinschaft Wegberg und direkter Anlieger mit seinem Ladenlokal weiß er zudem von weiteren Neuerungen im örtlichen Geschäftsleben zu berichten. So habe Marina Haumann vergangenen November die Geschäftsführung im Feinkostladen "Lebensart" übernommen. Die Boutique "Tausendschön" - ebenfalls in der Passage "Alt Berk" gelegen - gehört inzwischen ebenso zum Stadtbild wie aktuell die Fahrschule "Wankum" auf der Hauptstraße, das Bestattungsunternehmen Heiss auf dem Rathausplatz oder der Anbieter festlicher Damenmode "Le Coeur de Kathym" in der Passage "Kreuzherrengalerie". Mittlerweile gebe es kaum Leerstände im Zentrum, meint Kirch. Ein dringlicher Wunsch der Geschäftsleute sei jedoch, für die relativ große Fläche des ehemaligen Anbieters "Mewa" an der Kirche St. Peter und Paul eine Idee für die künftige Nutzung zu bekommen.

Quelle: RP
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