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Wegberg
Experte referiert übers E-Auto

Wegberg. Aktionskreis Wegberger Mühle lud zum Themenabend ein.

Recht seltene Gäste waren zum jüngsten Themenabend des Aktionskreises Wegberger Mühle (AWM) gekommen - die Vertreter der Städte Erkelenz, Hückelhoven und Wegberg sowie der NEW. Das war verständlich, denn der Abend drehte sich um die Elektromobilität, und dafür hatte Organisator Peter Hanf mit Dipl.-Ing. Volker Broekmans aus Viersen, Leiter "strategische Projekte Klima und Energie" bei der bundesweit tätigen DSK BIG Unternehmensgruppe (unter anderem Stadtentwicklung, energetische Sanierung), einen ausgewiesenen Experten eingeladen.

Der Referent brach zwar eine Lanze für E-Autos, meinte aber auch (als aus dem Publikum kritische Stimmen wegen des Rohstoffverbrauchs für Batterien kamen), dass er von der Diskussion über das E-Auto als dem einzig Seligmachende weg wolle, "sondern es geht um ein Umdenken beim Verkehr". Allerdings gab er sich überzeugt, "dass unsere Enkel in Zukunft den Verbrennungsmotor nicht mehr erleben werden". Er zeigte auch zahlreiche Beispiele für Stadtentwicklung und Stadtsanierung unter den Aspekten Klima und Energie auf, etwa durch Ausbau der Nahwärme für komplette Wohnviertel und ausreichend Ladesäulen für E-Autos. Gerade die Infrastruktur für die Elektromobilität sei Voraussetzung für die Akzeptanz in der Bevölkerung - doch die liege noch sehr im argen: "Im Kreis Viersen gibt es keine einzige Ladesäule, da ist man hier im Erkelenzer Land schon besser dran."

Zum "Umdenken beim Verkehr" meinte Broekmans, dass jeder sein eigenes Verhalten ändern müsse, nämlich überlegen, ob die eine oder andere Fahrt mit dem Auto notwendig sei. Gerade innerstädtisch gebe es genügend Gelegenheit, auf das eigene Auto zu verzichten: Carsharing, ÖPNV oder Fahrrad. Aber auch dafür müsse noch viel für die Infrastruktur getan werden.

(ie)
 
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