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Wegberg
Fleißige Naturzwerge in Aktion

Wegberg: Fleißige Naturzwerge in Aktion
Die Naturzwerge der Wegberger Erich Kästner Schule haben ein Beet am Ophover Mühlenweiher angelegt, das sie jede Woche pflegen. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Mit viel Eifer und Liebe pflegen Kinder der Erich Kästner Grundschule ihr schön dekoriertes Beet am Beeckbach. Sie suchen dafür Naturmaterial im Umfeld und holen Wasser zum Gießen aus dem Bach. Von Nicole Peters

Immer wieder sorgen die neun Erst- und drei Zweitklässler dafür, dass tierisches Leben im schön dekorierten Beet am Beeckbach herrscht: Entweder nehmen sie Kleintiere vom Schulhof mit und setzen sie hinein oder sie finden sie im näheren Umfeld der mit verschieden dicken Stöcken eingefassten Fläche.

So auch an diesem Nachmittag, als die Kinder der Arbeitsgemeinschaft "Naturzwerge" von der Offenen Ganztagsbetreuung der Erich Kästner Schule ihm mit Leiterin Sabine Polmans ihren wöchentlichen Besuch abstatten. Praktikantin Hannah Erdkamp ist diesmal ebenfalls dabei. "Ich habe einen Marienkäfer aus dem Wasser geholt", erzählt Julian (2. Klasse), der das Tierchen vorsichtig inmitten von Kastanienhügeln, Stöckchen, Steinen und Moos abgesetzt hat. Kumpel Paul (2. Klasse) hatte zuvor auf dem Schulhof einen grünen Käfer gefunden und in das kleine Deko-Vogelhäuschen gesetzt, aus dem das Tier später seinen Weg wieder hinaus fand. Beide sind mit Eimern ausgestattet, so wie die meisten anderen Naturzwerge. Ebenso gehören Gummistiefel zu ihrer Ausrüstung, in der sie sich aufmerksam am Beet, Waldrand oder Beeckbach bewegen. Naturmaterial wie Stöcke, Steine oder Äste holen sie herbei, um das kleine Naturparadies auszuschmücken. "Die größere rechts oben liegende Wurzel haben sie auch aus dem Wasser gefischt", erinnert sich Leiterin Sabine Polmans, die mit den Zweitklässlern Paul, Julian und Lotte die Idee zum Anlegen von etwas Bleibendem gehabt hatte.

Während anfänglicher Spaziergänge war der Wunsch aufgekommen, Blümchen zu pflanzen und Stöcke darum zu legen. "Die Naturzwerge haben das Beet gestaltet und positive Resonanz von der Bevölkerung erhalten", sagt sie, "das hat sie motiviert, weiterzumachen." Heute bleiben wieder Interessierte stehen. "Die fleißigen Arbeiter sind wieder hier", rufen die Walker Rita und Reinhard Phlippen aus, "wir gehen mehrmals die Woche hier entlang und betrachten die Veränderungen." Das Projekt finden sie schön.

Derweil sind Luisa und Franka mit kleinen Arbeiten beschäftigt. Sie haben Kastanien und Moos dazu gelegt und Pflanzen gegossen. "Meistens gehen wir Rinde und Steine holen", erklären sie, "das ist ein bisschen schwierig, weil wir sie zwischen Laub suchen müssen. Wir sind stolz auf unser Beet und kommen gerne her", betonen beide. Tim hat einen blauen Käfer an der Treppe zum Bach gefunden und gleich darauf ein "Häuschen" für diesen - eine Hälfte einer Walnuss-Schale. Wenig später kommt er mit einem Büschel Moos in der Hand angelaufen. Er drückt es immer wieder und formt so einen kleinen Ball daraus, den er mit nach Hause nehmen möchte. Die Tätigkeiten, die weitere kleine Naturfreunde am Bach verrichten, fasst Paul so zusammen: "Wir lösen immer die Verstopfungen zwischen den Steinen", wozu sie Stöcke nehmen. An dieser Stelle fließt der Beeckbach über mehrere mit Steinbrocken ausgelegte Stufen in den Ophover Weiher. Durch eine Art Landzunge ist er im weiteren Verlauf ebenfalls zugänglich. "Im Sommer haben wir uns am Wasser abgekühlt", berichtet Polmans, wobei die Gummistiefel als Schutz immer an den Füßen blieben.

Kurz darauf kommt die Gruppe am Beet, auf dem die herbstlichen Boten Igel und Kürbis von der aktuellen Jahreszeit zeugen, zusammen. Sie starten zur gewohnten Abschlussrunde auf dem benachbarten Spielplatz, zu der Emilia ihre gebastelte "Wasserrassel" mitnimmt: In einer Flasche sorgen Nüsse, Nussschalen und Bachwasser durch Schütteln für Geräusche. In den Wintermonaten werden alle wohl das eine oder andere Mal in den Schulräumen basteln, bevor sie wieder ihr Beet betreuen können.

Quelle: RP
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