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Wegberg
Freude am Singen im Mittelpunkt

Wegberg: Freude am Singen im Mittelpunkt
Die Chormitglieder des Seniorensports suchen einen neuen Chorleiter, allen voran Regina Mölders (vorne l., Chor-Organisatorin), Klara Botman-Derichs (vorne r., Vorsitzende) und Piet Botman (2.v.l., Kassierer). FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Da der Chorleiter aus gesundheitlichen Gründen aufgehört hat, würden die 28 Sänger des Vereins Seniorensport 1974 Wegberg gerne mit neuem Dirigenten weitermachen. Die Gesangsgemeinschaft wurde vor 13 Jahren gegründet. Von Nicole Peters

In der Weihnachtszeit hatte ihnen ihr bisheriger Dirigent Adolf Badurczyk mitgeteilt, dass er seine Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen stoppen muss. "Das kam für uns ziemlich plötzlich, aber nichtsdestotrotz möchten wir uns für die viele Mühe, die er sich mit uns ehrenamtlich gegeben hat, bedanken", unterstrich Klara Botman-Derichs beim zweiwöchentlichen Treffen in der Wegberger Mühle. Sie ist Vorsitzende des Vereins "Seniorensport 1974" und singt ebenso wie weitere Vorstandsmitglieder im Chor mit.

Die 28 Sängerinnen und Sänger suchen jetzt einen neuen weiblichen oder männlichen Dirigenten. Die Vereinsmitglieder Karl-Heinz Hinzen und seine Ehefrau hatten die Gesangsgemeinschaft zusammen mit Adolf Badurczyk vor 13 Jahren gegründet. Seitdem stand Letzterer den Sängern vor. "Zurzeit liegt die Anzahl der Chormitglieder bei 28, und es dürfen gerne mehr werden", erzählte Zweite Schriftführerin Regina Mölders, die für die Chororganisation zuständig ist, "wir singen nicht als Experten, sondern überwiegend aus Freude, wobei einige von uns auch in anderen Männer- und Kirchenchören aktiv sind." Das Repertoire: mehrere Volkslieder, Weihnachtslieder und deutsche Lieder. "Wir würden uns gerne ein bisschen modernisieren und unser Liedgut aktualisieren", fügte sie an. Die Lieder, die sie zweistimmig einstudierten, trugen sie bisher auf vereinsinternen Veranstaltungen vor. Mit einer Überzahl an Frauenstimmen, so dass auch eine Verstärkung bei den Männern willkommen wäre. Bei der Wahl des neuen Chorleiters gibt es für die Aktiven keine Einschränkungen. Sogar eine Vergütung könnte gezahlt werden. Wichtig sei ihnen, dass sie wieder Lieder einstudieren und etwas dazulernen können, sagte Klara Botman-Derichs. Mitsingen kann jeder, der Vereinsmitglied ist. Durch Zahlung des Jahresbeitrages können alle Mitglieder im Alter von circa 50 Jahren aufwärts zudem an den Angeboten (Wasser-) Gymnastik, Radtouren, Kegeln und Schwimmen teilnehmen. Bei Veranstaltungen und Fahrten fällt zusätzlich ein Eigenanteil an. Die derzeit älteste Aktive ist 99 Jahre alt. Im Chor machen derzeit 60- bis 91-Jährige mit. Seit Beginn an dabei ist Hildegard Graus. "Von Anfang an hatte ich Freude daran, in dem Chor zu singen und mit den anderen zusammenzukommen." Aus der Freude sei mit den Jahren immer mehr geworden, unter anderem weil der Dirigent das Liedrepertoire um Schlager wie "Die kleine Kneipe" erweiterte. "Dadurch fühlte sich das Singen für mich wie ein Jungbrunnen an", sagt Graus.

Als körperliche und geistige Entspannung sowie Gesundheitstraining für den Körper empfand Dieter Rausch die Proben, in denen sich alle gegenseitig zu besseren Leistungen anspornten. "Das Singen macht die Seele frei und ich freue mich, neue nette Leute um mich zu haben", war von weiteren Sängern ebenso zu hören wie "Man kann nur gut alt werden, wenn man alles mitgemacht hat."

Quelle: RP
 
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