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Wegberg
Gemeinsam für die Heimat

Wegberg: Gemeinsam für die Heimat
Der Stiftungstag war gut besucht. Mehr als 80 Personen hörten die jeweiligen Talkrunden - hier mit WDR 4-Moderatorin Carina Vogt (links) und Mona Wehling, Leiterin Referat Heimat- und Kulturpflege NRW Stiftung. FOTO: Ruth Klapproth
Wegberg. Die NRW-Stiftung stellte ihre Arbeit im Beecker Flachsmuseum vor. Mit dabei: der frühere NRW-Wirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger. Im Kreis Heinsberg unterstützt die Stiftung viele Projekte für Naturschutz und Heimatpflege. Von Nicole Peters

Beim dritten Stiftungstag der NRW-Stiftung erlebten die rund 90 Besucher Heimat ganz nah: Inmitten der historischen Ausstellungsstücke zur Flachsverarbeitung im Flachsmuseum spielte Georg Wimmers vom gastgebenden Heimatverein Beeck mit Liedern in plattdeutscher Sprache und von Reinhard Mey auf. "Ich fühle mich willkommen", sagte WDR 4-Moderatorin Carina Vogt nach dem einleitenden Musikbeitrag und stellte den Programmablauf mit drei Talkrunden vor: Ein regionaler Rund-um-Schlag, Arbeitsweise der Stiftung für Naturschutz sowie Heimat- und Kulturpflege und konkrete Projekte sollten zur Sprache kommen.

Was man unbedingt in Wegberg gesehen haben sollte, stellte Bürgermeister Michael Stock vor. Es gibt 14 Mühlen im Stadtgebiet - davon neun mit Mühlrad, erläuterte er. Zum Mühlentag werde Flachs symbolisch zur Schrofmühle in Rickelrath gebracht - das Flachsmuseum dokumentiere anschaulich, wie die Pflanze in früherer Zeit angebaut, geerntet und weiterverarbeitet wurde. "Es ist relativ viel Geld von der NRW-Stiftung in die Region geflossen, so auch ins Flachsmuseum", berichtete er, hervorragend sei die ehrenamtliche Arbeit in über 140 Vereinen - sie ist eine wichtige Voraussetzung für eine Stiftungsförderung.

Landrat Stephan Pusch hob die Merkmale des Kreises Heinsberg hervor. Seit vielen Jahren sei der Kreis, der abseits des Rummels Erholung biete, mit dem Heinsberger Tourist Service (HTS) unterwegs. Ob Heinsberger Begas Haus, Erkelenzer Haus Hohenbusch oder Hückelhovener Zeche Sophia-Jacoba: "Ohne die NRW-Stiftung würde vieles nicht da sein, da der Druck auf die öffentlichen Kassen groß ist." Dinge nachhaltig zu fördern ist Klasse, fügte Pusch an.

Auf die Charakteristika NRWs ging Stiftungs-Präsident und früherer NRW-Wirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger ein. Für ihn spielen die Städte in der Weltliga mit und verfügt das Bundesland über fantastische Landschaften. Er skizzierte die Arbeit der Stiftung. Im Jahr 1986 nach Vorbild des amerikanischen "National Trust" von Johannes Rau gegründet, hat sie landesweit mehr als 2600 Projekte unterstützt. Im Wesentlichen wird der Fonds vom Unternehmen "West-Lotto" gespeist und erhält Mittel vom Land. Der zugehörige Förderverein umfasst 8000 Mitglieder. Ihm liege die Inklusion sehr am Herzen, die aktuell in der Satzung aufgenommen wurde, sagte Voigtsberger. Auch angesichts des demografischen Wandels sei Barrierefreiheit wichtig. Neben Reden von Vertretern geförderter Projekte gab Geschäftsführerin Martina Grote Einblick in die Stiftungs-Praxis. Rund 200 Anträge gingen pro Jahr ein, wobei etwa 100 neu bewilligt würden. Vor Antragstellung in die Satzung zu schauen, war einer ihrer Ratschläge für eine erfolgreiche Bewerbung.

Quelle: RP
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