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Wegberg
Grünarbeiten und blühende Akzente

Wegberg: Grünarbeiten und blühende Akzente
Ein eingespieltes Team pflegt das Grün am Dorfweiher. Wer hier aktiv mitmachen will, ist jederzeit willkommen. FOTO: Peters
Wegberg. Die Beecker Rentnerband trifft sich wöchentlich, um ehrenamtlich das Ortsbild rund um den Dorfplatz mit Dorfweiher und Kirche zu pflegen. Die Gruppe hat sich vor 30 Jahren gegründet. Der aktive Kreis kann Verstärkung gebrauchen. Von Nicole Peters

Die vielen Jahre des ehrenamtlichen Engagements haben die Mitglieder der Beecker Rentnerband zusammengeschweißt. "Galionsfigur" Ernst Rings ist mit 92 Jahren einer der Ältesten, während Peter Wilms bei der Gründung mit dabei war. Demokratisch seien sie organisiert, erzählen die rüstigen Männer bei einem ihrer wöchentlichen Treffen, bei denen sie die Flächen rund um Dorfplatz mit Dorfweiher und um die Kirche St. Vincentius pflegen. Als Sprecher nach außen betätigen sich Harry Schuhl und Willi Settels.

An diesem Nachmittag stehen erneut Grünpflegearbeiten auf dem Tagesprogramm. Entsprechend der Aufgaben, die sie während des Jahres übernehmen: Laub wegblasen, Blumenkübel bepflanzen, Hecken beschneiden und Unkraut bekämpfen. Die Arbeitsabläufe haben sich bei den Engagierten, die derzeit alle mindestens 70 Jahre alt sind, längst eingespielt, und somit ist eine effektive Pflege möglich. Bis vor kurzem sei Lothar Schlagheck Mentor und führendes Mitglied der rüstigen Truppe gewesen, erzählte Harry Schuhl, noch im Alter von über 90 Jahren. Der im vorigen Jahr verstorbene Schlagheck war zusammen mit Herbert Fervers Motor des Ganzen. Ursprünglicher Initiator des Engagements war vor 30 Jahren Hermann-Josef (Jüff) Bröker. Zur damaligen Zeit waren der Neubau der Gemeinschaftsgrundschule am Beeckbach (1959) und nachfolgende Erweiterungsbau der katholischen Pfarrkirche Beeck (1966) fertiggestellt worden. Im Anschluss hatte die Stadt Wegberg unter Mitwirkung der Beecker Bürgerschaft Überlegungen zur Gestaltung eines neuen Dorfplatzes zu Papier gebracht. Im Zuge der Beeckbachregulierung entstand ein großzügiger Dorfplatz mit Dorfweiher für dörfliche Aktivitäten, der den Beeckern 1987 übergeben wurde. Diese sagten mit Gründung der Rentnerband zu, die Pflege des Platzes dauerhaft zu übernehmen. Nach kurzer Zeit gehörte zudem das Umfeld der Kirche zum betreuten Bereich dazu. Eine Leistung, die unter anderem mit Verleihung des Flachsmarktordens und einiger Sonderpreise öffentlich gewürdigt wurde.

Über die damals übernommene Verantwortung hinaus nannten die Männer in heutiger Zeit weitere Gründe, um sich nach wie vor sehr gerne wöchentlich für das Gemeinwohl einzusetzen. Bewegung an der frischen Luft, Spaß an positiven Reaktionen von Mitbürgern und eine schöne Atmosphäre freundschaftlichen Miteinanders inklusive Ausflügen und geselligen Kartenspielrunden gehörten dazu. "Und die Arbeit ist nach wie vor da, nur wir sind kleiner geworden", bemerkte Willi Settels. Aufgrund von Alter, Krankheit oder Tod sei die Zahl der Aktiven spürbar zurückgegangen. Entsprechend bezeichneten alle es als "schönstes Geschenk zum 30. Geburtstag", wenn sich "mehrere Rentner anschließen und tatkräftig mitmachen würden". Interessierte können sich an Harry Schuhl, Willi Settels oder Herbert Fervers wenden.

Quelle: RP
 
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