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Wegberg
Gute Ausgangslage bei Tourismus

Wegberg: Gute Ausgangslage bei Tourismus
Die Tüschenbroicher Ölmühle ist bei Ausflüglern ein beliebtes Etappenziel. Das grenzenlose Raderlebnis steht beim Thema Tourismus in der Region als Hauptthema ganz oben auf der Agenda. FOTO: Folkmar Pietsch (Archiv)
Wegberg. Die Mühlenstadt kann ebenso wie Wassenberg bereits in den Bereichen Flair, kulinarischer Genuss und regionales Kultur- und Naturerlebnis punkten. Das stellte Wirtschaftsförderer Ulrich Schirowski in einem Vortrag heraus. Von Nicole Peters

Gäste in Autos mit Fahrradträgern aus dem Bergischen Land oder der Aachener Region machte Folkmar Pietsch, Mitglied des Aktionskreises Wegberger Mühle (AWM), eingangs als häufig zu sehende Besuchergruppe aus. "Viele Radelfreunde wollen Wegberg und Umgebung mit seinen Mühlen und drei Museen entdecken", betonte er, "dabei birgt der Tagestourismus ein nicht zu unterschätzendes Potenzial." Der AWM hatte Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises Heinsberg in die Wegberger Mühle eingeladen.

"Tourismus - Wirtschaftsfaktor für Wegberg" lautete das Thema des Abends, zu dem sich 25 Zuhörer einfanden. Die Mühlenstadt Wegberg könne bereits ebenso wie Wassenberg in den Bereichen Flair, kulinarischer Genuss und regionales Kultur- und Naturerlebnis punkten, stellte Schirowski im Laufe des Abends heraus. Wichtige Themen, die es in Zukunft weiter zu entwickeln gilt und bei denen das grenzenlose Raderlebnis als Hauptthema ganz oben auf der Agenda steht. Dabei machte er aktive Best Ager und Familien als wichtigste Zielgruppen aus.

Die Zahlen, die er seinen Ausführungen zur touristischen Entwicklung im Kreis Heinsberg zugrunde legte, belegten ebenfalls einen positiven Trend. So stiegen die Übernachtungen in Betrieben mit zehn Betten und mehr von 164.404 (2005) auf 203.250 (2010) und 248.783 (2015) an, eine Steigerung um 51 Prozent. Mit einem Anteil von 33 Prozent an allen Übernachtungen ist Wegberg stärkste Kommune im Kreis. Ein Umsatz von 237 Millionen Euro wurde im Jahr 2011 im Tourismuszweig erwirtschaftet. "Wenn wir die Zahl der Übernachtungen mit anderen Kreisen oder Städteregionen vergleichen, ist noch Luft nach oben", meinte der Geschäftsführer, in zehn Jahren eine Zahl in ähnlicher Höhe wie der Kreis Viersen (mehr als 350.000) zu entwickeln, nannte er als ein Ziel.

Bei insgesamt 8,8 Millionen touristischen Aufenthaltstagen fallen 0,26 Millionen auf Übernachtungen und 8,5 Millionen auf Tagesreisen. Als eine Maßnahme zur Verbesserung führte er unter dem Stichwort "Genussregion Kreis Heinsberg" die Stärkung der Verbindung von regionalen Produkten mit verarbeitenden regionalen Gastronomen und Erlebnissen von Besuchern an. Weiteres Potenzial liege im Bereich Gästeservice/Touristinfo, führte er aus. Als Beispiel für eine personelle Maßnahme führte die neu geschaffene 450-Euro-Stelle in der Tourist-Info-Stelle am Gangelter Weiher an, die Bürgermeister Bernhard Tholen für Randzeiten einrichtete.

"Marketing und Kommunikation" werde kreisweit über den Internetauftritt, das halbjährlich erscheinende Magazin "Heins" sowie über eine Buchungsplattform und für das kommende Jahr geplante Aufsteller mit Faltkarten für Gastgeber betrieben. Die WFG organisiert unter dem Label "Heinsberger Land" die Tourismusförderung in einer neuen hauseigenen Abteilung mit einer kooperativen Philosophie. Aus der Zuhörerschaft kamen einige Anregungen - ein weiteres Treffen hatte es zuvor bereits mit Politik und Verwaltung im entsprechenden Arbeitskreis gegeben. So wurde an die notwendige Belebung der Innenstadt erinnert und die naheliegende Zusammenarbeit mit dem Naturpark Maas-Schwalm-Nette angesprochen. Der Wunsch nach einer verbesserten Willkommenskultur für Radfahrer in Innenstädten sowie der Zuspruch für die Kooperation mit dem "Niederrhein Tourismus" und der damit einhergehenden Ausrichtung zum Niederrhein hin kamen ebenfalls zur Sprache.

Quelle: RP
 
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