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Wegberg
Gute Chancen für vorlaute Gockel

Wegberg: Gute Chancen für vorlaute Gockel
Auch große Tiere sind beim Gockelfest zu sehen, wie dieser Brahma-Hahn von Achim van de Flierdt, Mitglied im Verein "Geflügelliebhaber Merbeck". Zwei Pokale hat er schon aus dem Wettkrähen, den ersten erhielt er vor 20 Jahren. FOTO: LAASER
Wegberg. Beim größten Hähnewettkrähen in der Region können die männlichen Tiere hören lassen, was an stimmlicher Kraft in ihnen steckt. Das ist immer abhängig von der Tagesform: Die "Kleinen Schreihälse" bringen es auf gar keinen Krähruf. Von Nicole Peters

Der rebhuhnfarbig-gebänderte stattliche Brahma-Hahn posiert mit viel Selbstbewusstsein vor der Kamera. Durch die mittels Ankündigung gewonnenen Besucher werden ihm zusätzliche bewundernde Blicke auf dem Kleintiermarkt am Sonntag, 7. Juni, von 9 bis 12 Uhr sicher sein, mag er gedacht haben. Bei einem Gewicht von circa fünf Kilo handelt es sich bei ihm um einen recht typischen Vertreter seiner Rasse - bis zu sechs Kilo wiegen die Tiere in der Regel.

Die Besonderheit beim anstehenden Markt, dem "Merbecker Gockelfest", auf dem insgesamt 350 Tiere zu sehen und zu kaufen sind: In der Zeit von 9.45 bis 10.30 Uhr wird es beim größten Hähnewettkrähen in der Region für die teilnehmenden 40 bis 50 Zwerg- und Großhühner darum gehen, in 45 Minuten möglichst viele Krährufe auszustoßen. Die Tiere treten parallel in zwei Klassen um den Flachland-Cup an. Jeder Hahn kann mitmachen. Ein Rufrichterteam - bestehend aus einer Abordnung des Merbecker Königshauses sowie der örtlichen Vereine - wird die Rufe zählen.

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Jeweils vier Tiere übernimmt jedes Teammitglied, deren Rufe per Strichliste festgehalten werden. Aufgrund ihres unterschiedlichen Temperaments treten die Tiere innerhalb der eigenen Klasse an - die Zwerghähne sind impulsiver und bringen es auf etwa ein Drittel mehr Rufe, während es die Großhuhnrassen ruhiger angehen lassen.

Achim van de Flierdt, Besitzer des großen Brahma-Hahnes und Mitglied bei dem veranstaltenden Verein "Geflügelliebhaber Merbeck", hat vor 20 Jahren das erste Mal am Wettbewerb teilgenommen. Damals errang er mit seinem Tier einen dritten Platz, im vergangenen Jahr war es ein zweiter Platz, und in diesem Jahr hat er sich vorgenommen, mit einem Brahma-Hahn ganz oben "auf dem Treppchen" zu stehen. "Die Natur entscheidet, ob ein Hahn mehr oder weniger kräht, so wie auch Menschen mehr oder weniger erzählen", sagt er, "auch stößt nicht unbedingt ein Gockel, der zu Hause viel kräht, viele Rufe beim Wettbewerb aus." Immer wieder gäbe es daher diejenigen, die als "Kleine Schreihälse" ausgezeichnet würden, da sie während der angegebenen Zeit keinen einzigen Ruf von sich gegeben hätten. Sowohl Imponiergehabe, Revierverteidigung als auch die Animation durch die Rufe der anderen bringen Hähne dazu, die Stimme zu erheben. Die Besucher des Wettbewerbs mit Kleintiermarkt können sich somit auf jede Menge imposanter Kerle unterschiedlicher Rassen freuen. Insgesamt werden 350 Hühner, Zwerghühner, Wassergeflügel, Kaninchen und Vögel auf dem Gehöft mit Anbietern von Kleintierzuchtbedarf sein. Fragen rund um Haltung und Zucht von Geflügel beantworten fachmännisch die Vereinsmitglieder. Schon mehr als 20-mal gab's das Hähnewettkrähen, das bewusst aufrechterhalten wird, um das ländliche Kolorit zu pflegen.

Quelle: RP
 
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