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Wegberg
Guter Start für ökumenisches Gesprächs-Café

Wegberg: Guter Start für ökumenisches Gesprächs-Café
Viele Ehrenamtler sorgen mit ihrem Engagement dafür, dass Flüchtlingen beispielsweise in Petersholz Sprachkurse und Freizeitmöglichkeiten angeboten werden. Über ihre Erfahrungen und Probleme können sich die Flüchtlingshelfer beim Flüchtlings-Café gegenseitig regelmäßig austauschen. FOTO: Jürgen Laaser (Archiv)
Wegberg. Mit einem neuen Angebot kommen Kirchen und Caritasverband dem Wunsch von Flüchtlingshelfern nach Erfahrungsaustausch nach. Von Nicole Peters

Mit dezenter Hintergrundmusik stellte Pfarrerin Ute Leppert eine entspannte Situation her. Erstmals boten katholische und evangelische Kirche in Kooperation mit dem Caritasverband das Gesprächs-Café für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe an.

Pfarrerin Ute Leppert und Kaplan Michael Marx hießen rund 20 Teilnehmer zum ökumenischen Erfahrungsaustausch willkommen. "Das Café hat sich aus unserem geleiteten Gesprächskreis heraus gebildet", erzählte Gemeindesozialarbeiterin Birgit Vasters, die mit diesem Angebot die Ehrenamtlichen zusammen mit Ute Leppert psychologisch und geistlich unterstützt. Seit August 2015 bieten sie den Kreis alle sechs bis acht Wochen an. Pfarrerin Ute Leppert führte die Beweggründe weiter aus: "Schon beim ersten Mal, als wir uns getroffen haben, ging es nicht nur darum, was die Arbeit jeweils mit dem Einzelnen macht, sondern auch um ganz konkrete Fragen." Etwa wie Schlüssel oder Autositze zu bekommen seien. Oder es wurde der Wunsch geäußert, die anderen in der Flüchtlingshilfe Tätigen kennenzulernen. "Deshalb haben wir gesagt, dass es zusätzlich einen offenen Raum für diese Anliegen geben muss." Lebhafte Unterhaltungen an den Tischen zeugten vom Gesprächsbedarf und dem Wunsch, sich thematisch auf den neuesten Stand zu bringen oder sich enger zu vernetzen.

Auch Helfer aus der Notunterkunft in Petersholz berichteten von ihren Erfahrungen. Einzelheiten ihrer Arbeit im Sprachcafé, das jüngst von Dalheim in die Unterkunft Nordstraße in den Begegnungsraum gezogen ist, erläuterte Stefanie Röder. Nah an alltäglichen Herausforderungen wie dem Formulieren von Anschreiben oder Lesen von Fahrplänen orientiert, lernen dort die Asylbewerber deutsche Sprache und Kultur kennen. Sprachunterricht gibt es zudem in der Tüschenbroicher Unterbringung. Ebenso können Bewohner an monatlichen Spielnachmittagen in der Nordstraße und in Tüschenbroich drei Mal die Woche an handwerklichen Kursen teilnehmen.

Für weitere Unterstützung in Arsbeck warb der städtische Sozialarbeiter Youssef Alami. Er würde gerne mit fachlich Ausgebildeten Spielangebote für Kinder sowie Hausaufgabenbetreuung umsetzen. Ein Sprachkurs der VHS sei gestartet und ein zweiter geplant. Ebenso werde zukünftig ein Integrationskurs für anerkannte Bewerber durchgeführt werden, sagte er.

Bei den regelmäßigen Gesprächs-Cafés im Gemeindehaus werden, teils im Wechsel, Ansprechpartner sein: Leiterin Angelika Halemba, Ute Leppert, Gerd Braun, Gudrun Mohns (evangelische Kirche), Diakon René Brockers, Michael Marx, (katholische Kirche), Birgit Vasters (Caritas).

Quelle: RP
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