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Wegberg
Hartes Training für das Wunder von Berg

Wegberg: Hartes Training für das Wunder von Berg
Das Bühnenbild der Schwalmbühne wird in diesem Jahr ein besonderes, denn es gibt zwei Ebenen: Auf dem einen Teil reden sich die Fans in einen Fußballrausch, auf dem anderen findet der Liebesplausch statt. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Die Proben für das neue Theaterstück "Fußballrausch und Liebesplausch" der Schwalmbühne Harbeck laufen auf Hochtouren. Bis zur Premiere am Samstag, 25. November, wartet noch jede Menge Arbeit auf die Darsteller. Von Kurt Lehmkuhl

"Nein. So geht das nicht!" Energisch platzt Gabi Braun in einen Dialog. "Ihr spielt ein Liebespaar, also bitte etwas mehr Emotionen", fordert die Regisseurin der Schwalmbühne Harbeck von Nadine Hörter und Roger Hanisch. Die Proben für das neue Stück "Fußballrausch und Liebesplausch" sind alles andere als ein Zuckerschlecken. Es wird hart gearbeitet im Souterrain der Zweifachsporthalle an der Maaseiker Straße, in dem der Theaterverein seine Räume hat. Auch Stephan Schaufen bekommt von der Regisseurin "sein Fett weg", der sehr ungelenk mit Häkelnadel und Wolle umgeht: "Du kannst gefälligst beim Probenwochenende in der Eifel nach den Proben auf deinem Zimmer das Häkeln lernen."

Schaufen, der in dem Stück den ahnungslosen Fußballfan Tillmann spielt, soll in dem Stück einen Fanschal in den Farben des SC Wegberg herstellen. Nicht ohne Grund, steht doch der Verein vor "dem Wunder von Berg", dem Aufstieg in die erste Bundesliga. Nach einem 0:0 im Hinspiel fehlt im Rückspiel im Wegberger Stadion nur noch ein Sieg gegen den 1. FC Köln, um Bundesligist zu werden. Insofern liegt Wegberg und liegen die Fans im Fußballrausch. Für den Liebesplausch sorgen ausgerechnet der Kölner Trainer, gespielt von Hanisch, der in Fanny, gespielt von Nadine Hörter, seine alte Liebe in Wegberg findet. Fanny ist nicht nur die Ehefrau von Wegberg-Fan Henne (Delf Wagner), sondern auch die Mutter von Ilka (Lea Kamps und Jasmin Rupp), die vor einem Profivertrag in der Damenmannschaft des FC steht.

Da bleiben Komplikationen nicht aus, zumal auch noch einige Fans, eine umtriebige Großmutter, die Heringskönigin von Harbeck ist, und ein Glasermeister für zusätzliche Irritationen sorgen. "Es geht hoch her", verspricht der Vorsitzende der Schwalmbühne, Walter Kotlowski. "Wir haben nicht nur bei den Proben viel zu lachen, auch die Zuschauer werden auf ihre Kosten kommen."

Das Stück von Bernd Spehling spielt ursprünglich in Wanne-Eickel. Die Schwalmbühne hat es auf Wegberg übertragen und mit viel Lokalkolorit ausgestattet. Passend zu einem Fußballspiel sind elf Schauspieler im Einsatz. Zum ersten Mal stehen dabei Stuart Day als Glasermeister und Lea Kamps, die sich die Rolle der Ilka in einer Doppelbesetzung mit Jasmin Rupp teilt, auf der Bühne.

Noch wird in den Vereinsräumen geprobt, während zeitgleich am Bühnenbild gebastelt wird. Es wird in diesem Jahr eine Besonderheit aufweisen: Es gibt zwei "Ebenen". Auf der einen reden sich die Fans in einen Fußballrausch, auf dem anderen Teil des Bühnenbilds findet der Liebesplausch statt. Und ob schlussendlich daraus ein Fußballplausch und ein Liebesrausch werden, das wird erst bei der Premiere verraten.

Die Vorfreude ist groß bei den Akteuren ebenso wie bei den Besuchern: Die drei Aufführungen im Forum Wegberg am Samstag, 25. November, 20 Uhr, am Sonntag, 26., um 17 Uhr, und am Samstag, 2. Dezember, 20 Uhr, sind nahezu ausverkauft. Lediglich für die beiden Termine am Freitag, 1. Dezember, um 20 Uhr, und am Samstag, 2. Dezember, 20 Uhr sind noch genügend Karten erhältlich. Und auch die Benefizveranstaltung am Donnerstag, 30. November, um 17.30 Uhr ist nahezu ausgebucht.

Quelle: RP
 
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