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Wegberg
Heiterer Höhnerball war ein Highlight

Wegberg: Heiterer Höhnerball war ein Highlight
Willibert Pauels, der aus dem Karneval bekannte "Bergische Jung", riss die Merbecker mit und hatte seinen humorvollen Vortrag als "Verehrer von Engeln" sogar auf Geflügel und dessen Liebhaber abgestimmt. FOTO: RUTH KLAPPROTH
Wegberg. Bei den Geflügelliebhabern Merbeck ist die Ausrichtung des Höhnerballs zur Grenzlandschau seit mehr als 20 Jahren liebgewonnene Tradition. "Ne bergische Jung", "Klaus und Willi" und "De Frau Kühne" gaben Witziges zum Besten. Von Nicole Peters

Die Zeiten, in denen andere Geflügelvereine über die Merbecker lächelten, sind längst vorbei. Die Idee, während der zweitägigen Merbecker Grenzlandschau für Rassegeflügel - die 33. fand jetzt erneut unter dem Titel "Land un Höhner" statt - Spitzenkräfte des Kölner Karnevals für einen lockeren, vergnüglichen Samstagabend zu engagieren, hat sich durchgesetzt. Die Veranstaltung "Höhnerball" ist im Laufe von mehr als zwei Jahrzehnten gewachsen und wohl nach wie vor Alleinstellungsmerkmal im Rheinland.

Diesmal gaben "Ne bergische Jung" (Diakon Willibert Pauels), "Klaus und Willi" (Klaus Rupprecht und sein sprechender Affe) und "De Frau Kühne" (Ingrid Kühne) auf der Bühne im Pfarrheim Witziges zum Besten. "Der Höhnerball ist so etabliert und die Karten sind so schnell vergriffen, dass es besonderer Logistik bedarf, um den Leuten Sitzplätze bieten zu können", erzählte Vorsitzender Andreas Theißen erfreut. Der Abend stelle eine Win-Win-Situation für die Ortschaft und den Geflügelverein dar, da dieser wiederum dadurch viel Bereitschaft zur Mithilfe erfahre. Vor allem die während der Abendstunden durchgeführte Verlosung deckt die Kosten ab. Und es ist Tradition, dass das Königspaar hier seinen ersten offiziellen Auftritt hat: In diesem Fall waren es Willi und Waltraud Dohmen.

Rund 300 Besucher waren in das Pfarrheim gekommen. Bernd Drossart moderierte, und das Trommler- und Pfeiferkorps Schwalmtal-Merbeck spielte zwischendrin auf. Für einen gelungenen Ablauf sorgten Melanie Breuer-Eickels und Eckhard Besser im Hintergrund. Somit konnte sich das Publikum genüsslich zurücklehnen und sich unterhalten lassen.

Den Kontakt zu den Entertainern hatte der Vorsitzende über Agenturen hergestellt. So feierte "Ne bergische Jung" furiose Premiere im Wegberger Ortsteil. Der Diakon, der 17 Jahre lang professionell im Kölner Karneval unterwegs war, stellte sich als "Verehrer von Engeln" unmissverständlich auf die Seite von Geflügelliebhabern. Beim Lied über Ungetaufte, "Heidewitzka, Herr Kapitän", riss er alle zum Mitsingen mit. Eine Anzeige wegen Gotteslästerung habe er wegen des Vortrags eines ganz alten Witzes bekommen: Darin war der Vogel als Symbol für den Heiligen Geist während der Predigt von der Katze gefressen worden. Tastproben in Lüttelforst oder heilungsresistente Rheinländer sorgten im Weiteren ebenso für viele Lacher wie die sehr langsam Englisch sprechenden Kölner in England, die sich vor allem gut verstanden, da die Worte deutsch blieben.

Im Anschluss hatten "Klaus und Willi", die fast schon zum Merbecker Inventar gehören, ebenso ihren Auftritt wie "De Frau Kühne", die im Show-Geschäft schwer durchgestartet ist und bereits zum Kabarettabend hergekommen war.

Quelle: RP
 
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