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Wegberg
Herrliche Krippenlandschaft

Wegberg: Herrliche Krippenlandschaft
Letzte Handgriffe, um den Kirchenbesuchern in St. Adelgundis ein möglichst schönes Bild zu bieten (von links): Die Arsbecker Krippenbauer Wilfried Linssen, Ludger Lehnen, Wolfgang Wittpohl, Willi Bollermann und Gottfried Rick. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Jahr für Jahr baut das ehrenamtliche Krippenbau-Team eine wunderschöne Landschaft in der Arsbecker Kirche St. Adelgundis auf. Die Figuren der Heiligen Familie wurden vor 25 Jahren gekauft. Von Nicole Peters

In diesem Jahr träumen die fünf Krippenbauer Gottfried Rick, Willi Bollermann, Wolfgang Wittpohl, Ludger Lehnen und Wilfried Linssen vom Kauf eines Kamels. Aus edlem Lindenholz geschnitzt, versteht sich. Rund 20 bis zu 80 Zentimeter hohe Figuren bevölkern schon ihre liebevoll aufgebaute natürliche Landschaft und bringen nicht nur Kinderaugen zum Glänzen.

Zur "Kofel"-Krippe gehören auch Kamele, wenn sie nachgefragt werden. Aus dem für Schnitzarbeiten weltberühmten Ort Oberammergau stammen sie vom gleichnamigen Schnitzer und reihen sich in eben dessen Stil in den Reigen ein. Vor 25 Jahren erstand die Gemeinde die Figuren der Heiligen Familie und eines Schafes bei einer Krippenausstellung bei Aachen. Seitdem schafft sie regelmäßig weitere an - alles von Spendengeldern und mit ehrenamtlicher Arbeit aufgebaut.

Auf einer letzten Stippvisite befinden sich die fünf Krippenbauer an diesem Vormittag in der Kirche St. Adelgundis. Für einige Aufregung sorgt die Tatsache, dass der in der mit Moos, Hölzern, Wurzeln und blühenden Pflanzen gestalteten Landschaft befindliche Wasserlauf nicht arbeitet. Unter und neben dem Aufbau suchen die Männer fieberhaft nach der Ursache und können schließlich den Fehler beheben. Die Wasserpumpe war ausgefallen und nachdem sie gesäubert war, lief das kühle Nass in gewünschter Weise.

Willi Bollermann schlägt vor, später einen Jutesack darunter zu legen, um den Aufprall des Strahls abzudämpfen. Ebenso überlegen alle, ob der im Nebenstall liegende Ochse höher positioniert werden sollte, damit er besser zu sehen ist. Letzte Arbeiten und kleine Verbesserungen, um den Kirchenbesuchern ein möglichst schönes Bild zu bieten.

Um die hügelige Krippenlandschaft darstellen zu können, bauen die Ehrenamtlichen zunächst ein Podest auf, worauf sie Spanplatten legen. Im Garten und unter Tannenbäumen gesammeltes Moos sorgt ebenso für Natürlichkeit wie helle Sägespäne, die auf dem rechten Bodenbereich unter Palmen liegen. Rundherum schlagen sie die Ränder mit Felsenpapier-Bögen aus, das, einmal ordentlich durchgeknüddelt, ein felsig raues Aussehen bekommt. Das Herzstück ist der mit Heu ausgelegte Stall, in dem Maria, Josef und das Christkind in der Krippe zu sehen sind.

Von Lichtern beleuchtet, lädt das komplette Ensemble zum Schauen und Nachdenken ein. Wie in jedem Jahr steht ein schön geschmückter Weihnachtsbaum zur Linken. An die gemeinschaftliche Aktion, mit der das Quintett mit Hilfe von zwei Dachdeckern und dem Dorfausschussvorsitzenden Willy Ellerkamp den großen und besonders schweren Baum in den Altarraum gebracht haben, erinnern sie sich mit einem Schmunzeln. Dieser ist mit vielen Laubsäge-Anhängern auch ganz natürlich geschmückt.

Quelle: RP
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