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Wegberg
Hoher Besuch im Volkstrachtenmuseum

Wegberg: Hoher Besuch im Volkstrachtenmuseum
Bild oben: Simon Küsters (rechts) von der Erkelenzer Bauunternehmung Lindholm erklärte Josef Jansen vom Beecker Heimatverein, dem NRW-Stiftungspräsidenten Harry K. Voigtsberger (2.v.l) und dem CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Schnelle (3.v.l.), was gemacht werden muss, um die Feuchtigkeit aus der Fassade des Volkstrachtenmuseums zu beseitigen. Voigtsberger besichtigte anschließend das Museum und überbrachte dort die Förderzusage. FOTO: Michael Heckers
Wegberg. NRW-Stiftungspräsident Harry K. Voigtsberger überbringt eine Förderzusage über 20.000 Euro. Mit dem Geld soll die Fassade des früheren Bürgermeisteramtes saniert werden. Feuchtigkeit bedroht die Sammlung der Beecker Museen. Von Michael Heckers

Über einen Zuschuss in Höhe von bis zu 20.000 Euro für die Sanierung der Außenfassade des ehemaligen Bürgermeisteramtes, in dessen Räumen heute das Volkstrachtenmuseum untergebracht ist, freut sich der Heimatverein Wegberg-Beeck. Die Förderzusage überbrachte Harry Kurt Voigtsberger, Präsident der NRW-Stiftung, gestern persönlich. Bei seinem Besuch im Flachsdorf outete sich Voigtsberger, der im Allgäu aufgewachsen ist, als großer Freund von Trachtenmode. "Bis zu meinem zwölften Lebensjahr habe ich jeden Tag eine Lederhose getragen", sagte er.

Bei seinem Besuch in Beeck informierte sich Voigtsberger zunächst einmal über das Problem. Simon Küsters von der für die Sanierung zuständigen Erkelenzer Bauunternehmung Lindholm erklärte, dass die hintere Außenmauer des Volkstrachtenmuseums an der Seite zur Holtumer Straße von Feuchtigkeit durchzogen ist. Im Inneren des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes lagern wertvolle Ausstellungsstücke für das Volkstrachtenmuseum und das benachbarte Flachsmuseum. Etwa 75 Volkstrachten aus vielen europäischen Ländern sind in der Ausstellung des Volkstrachtenmuseums zu sehen, weitere 75 Trachten lagern im Depot, erfuhr Voigtsberger von Gregor Laufenberg, der Besuchern an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat interessante Führungen durch die Volkstrachtenausstellung anbietet. Durch die Feuchtigkeit in den Wänden ist die Sammlung der beiden Beecker Museen bedroht.

Die Sanierungsarbeiten an der Außenfassade des früheren Bürgermeisteramtes kosten nach Angaben von Georg Wimmers, dem Vorsitzenden des Beecker Heimatvereins, insgesamt rund 47.000 Euro. Neben den 20.000 Euro von der NRW-Stiftung sollen die Bauarbeiten durch weitere 16.000 Euro von der Bezirksregierung Köln finanziert werden. Die restlichen 11.000 Euro möchte der Heimatverein - verteilt auf drei Jahre - selbst erwirtschaften. "Die Finanzierung des Projekts ist gesichert, Sie bekommen Ihr Geld auf keinen Fall zurück", sagte Wimmers augenzwinkernd an die Adresse des NRW-Stiftungspräsidenten.

Harry K. Voigtsberger ist ein gerngesehener Gast im Flachsdorf. Seit Jahren pflegt er gute Kontakte zum Heimatverein Beeck. Der aus dem Allgäu stammende frühere NRW-Wirtschaftsminister outete sich gestern als großer Freund von Volkstrachten. Bis im Alter von zwölf Jahren habe er selbst jeden Tag eine Lederhose getragen. Voigtsberger schätzt nach eigenen Angaben die außergewöhnlichen musikalischen Fähigkeiten von Georg Wimmers und spricht in diesem Zusammenhang gerne mal über "den Reinhard Mey vom Niederrhein". Die Förderzusage für die jetzt anstehenden Sanierungsarbeiten sei "eine Sache von fünf Minuten gewesen", berichtete Voigtsberger, denn "Begegnungen schaffen bekanntlich Vertrauen". Insgesamt habe die NRW-Stiftung in den vergangenen Jahren rund 40.000 Euro in die Beecker Museen und in das außergewöhnliche Engagement der vielen Helfer des Beecker Heimatvereins investiert, sagte er.

Vorsitzender Georg Wimmers nahm die Förderzusage aus den Händen von Harry Voigtsberger im Namen des Beecker Heimatvereins dankend entgegen. Der NRW-Stiftungspräsident gab den Beeckern die besten Wünsche mit auf den Weg und riet: "Machen Sie sich zügig an die Arbeit, damit die Substanz gerettet wird und die Sammlung der Beecker Museen nicht länger bedroht ist."

Quelle: RP
 
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