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Wegberg/Heinsberg
Hygienemängel: Stadt muss Stellungnahme abgeben

Wegberg/Heinsberg. Nachdem offensichtliche Hygienemängel in der Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft an der Nordstraße in Arsbeck publik wurden (unsere Redaktion berichtete am 28. Mai), hat der Kreis Heinsberg die Stadt Wegberg aufgefordert, den aktuellen Hygieneplan, Reinigungs- und Desinfektionsplan sowie zusätzlich bis spätestens 8. Juli eine Stellungnahme abzugeben.

Bei einer Begehung der Gemeinschaftsunterkunft an der Nordstraße am 7. Juni haben Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg festgestellt, dass sich die Toiletten in einem stark verschmutzen unhygienischen Zustand und die gemeinschaftlich genutzte Küche in einem unsauberen Zustand befanden. Außerdem fanden die Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes in den gemeinschaftlichen Duschen Schimmelbildung an den Wänden vor. Das berichtete Dr. Karl-Heinz Feldhoff, Leiter des Gesundheitsamtes Heinsberg, während der Sitzung des Kreisausschusses für Gesundheit und Soziales in Heinsberg. Die Besorgnis einer akuten Gesundheitsgefährdung lasse sich aus den Ergebnissen aber nicht ableiten.

Der Kreis Heinsberg hatte die Stadt Wegberg am 8. Juni per Boten über die festgestellten Mängel in der Arsbecker Gemeinschaftsunterkunft unterrichtet. Laut Reinigungsplan sollen gemeinschaftlich genutzte Räume der Unterkunft wie Flure, Sanitäranlagen und Küchen von den Bewohnern gesäubert werden. Die Mängel zeigen laut Feldhoff, dass oft notwendige Reinigungsmaßnahmen trotz entsprechender Anweisung nicht erfolgen würden. Oft sei die notwendige Übernahme der Eigenverantwortung noch nicht in dem Maße von den Bewohnern verinnerlicht, wie es für Gemeinschaftseinrichtungen zwingend notwendig erscheine.

(hec)
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