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Vom Niederrhein zur Allgäu-Orient-Rallye
Im Feuerwehrfahrzeug nach Jordanien

Vom Niederrhein zur Allgäu-Orient-Rallye: Im Feuerwehrfahrzeug nach Jordanien
Carsten Finke (l.) und Carsten Schwertner fahren mit diesem alten Feuerwehrwagen nach Jordanien. FOTO: LAASER
Wegberg/Erkelenz. Der Wegberger Carsten Finke und Erkelenzer Carsten Schwertner nehmen zusammen mit vier weiteren Mitgliedern als Team "BorderCross" an der 12. Allgäu-Orient-Rallye teil. Der Erlös wird in ein soziales Projekt im Zielland fließen. Von Nicole Peters

Startzeit der Allgäu-Orient-Rallye ist Anfang Mai 2017, und die Fahrzeit beträgt rund drei Wochen. Damit die insgesamt 111 Teams mit 333 Fahrzeugen und 666 Personen eine gut organisierte Tour absolvieren können, laufen die Vorbereitungen bereits seit einiger Zeit. Der Wegberger Carsten Finke und Erkelenzer Carsten Schwertner nehmen erstmals an der rund 7000 Kilometer langen Rallye teil - ebenso ihre Team-Mitstreiter, die aus ganz Deutschland kommen. Die besondere Herausforderung für die beiden: Sie werden die Strecke bis Jordanien in einem Feuerwehrfahrzeug Baujahr 1981 zurücklegen. Der Gesamterlös wird der sozialen Organisation "Dream Foundation" im Zielland zugutekommen.

Aufregung und Vorfreude sind bei Carsten Finke und Carsten Schwertner groß. "Schon immer wollte ich auf diese Weise einmal fahren", erzählte Schwertner im Gespräch mit der RP, "dabei finde ich es sehr gut, dass die Unternehmung einem sozialen Zweck dient." Partner Carsten Finke stimmte ihm zu: "Es gefällt mir, mit eigener Kraft einen Teil zum humanitären Einsatz beizutragen." Bei der abenteuerlichen Reise gehe es zudem um Zeit, Kreativität und den Teamgedanken. Als Preis erwartet den Gewinner ein Kamel, das allerdings im Land bleiben muss. Der Ablauf der Tour ist so, dass alle Teilnehmer am Startort Oberstaufen ein Roadbook erhalten. Darin gibt es verschiedene kniffelige Aufgaben, die es im Laufe der Zeit zu lösen gilt. Die Beförderung von Gegenständen, auch für den guten Zweck, gehörte etwa in der Vergangenheit dazu. "Die Vorgaben lauten dabei unter anderem, keine Maut-Gebühren zu zahlen sowie keine Autobahn oder Navigationsgeräte zu benutzen", zählte Carsten Finke auf, "und es müssen 550 bis 660 Kilometer am Tag zurückgelegt werden." Die Route verläuft über die Türkei. Von dort setzen alle mit der Fähre nach Israel über. Das Land Syrien lassen sie aufgrund der aktuellen politischen Situation aus. Änderungen behalten sich die Veranstalter bis eine Woche vor Start vor.

Mit den Fahreigenschaften ihres ausgefallenen Fahrzeugs, das bis Anfang des Jahres seinen Dienst getan hat, haben Finke und Schwertner sich bereits auf verschiedenen kürzeren Strecken vertraut gemacht - so mit der enormen Lautstärke im Fahrerraum. Die Innenausstattung ist aufgrund des "historischen" Alters einfach und zweckdienlich. Geplant sei, die Sitzbänke hinter den Fahrerplätzen zum "Esszimmer" für das ganze Team umzufunktionieren, erzählten die Beiden. Dazu werden sie einen Tisch hineinstellen. Für die möglichst einfache Ausrüstung, die ebenso wie das Feuerwehrfahrzeug in Jordanien verbleibt und dessen Verkaufserlös an die "Dream Foundation" gehen wird, werben sie um Sachspenden wie gute Matratzen, Klappleiter, Schlafsäcke, mobile Toilette und Gasherd sowie Geldmittel etwa für Spritgeld oder Fahrzeug-Anschaffungskosten.

"Startgeld, Verpflegung und Rückflug bezahlen wir selbst", betonten sie ausdrücklich. Auf dem Fahrzeug sei weitere Werbefläche für Sponsoren, falls gewünscht, frei. Maik Gütter von der "Gothaer"-Versicherung Hückelhoven war beim Treffen ebenfalls dabei: Als erster Sponsor versicherte er für ein Jahr das Gefährt und trug insgesamt 500 Euro bei.

Quelle: RP
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