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Wegberg
In der Mensa heißt es ab sofort "Iss was"

Wegberg: In der Mensa heißt es ab sofort "Iss was"
Der Vertrag ist unterzeichnet: Thomas Zybell, Andrea Lenz (Mitte) und Christine Karneth haben alles organisiert, um das neue Catering der Wegberger Schüler sicherzustellen. FOTO: JÜRGEN LAASER
Wegberg. Ein neuer Caterer kümmert sich ab dem neuen Schuljahr in der Mensa ums Essen. Und der bringt auch gleich ein neues Konzept mit ins Wegberger Schulzentrum. Von Anke Backhaus

Noch wird etwas renoviert. Die Wände - zum Beispiel - bekommen neue Farbe. Und nebenan macht sich Andrea Lenz schon mal Gedanken darüber, wie sie die Tische neu anordnen kann. Denn: "So, also in dieser Anordnung, können sie nicht stehenbleiben." Andrea Lenz weiß genau, was zu tun ist, wenn eine Horde Schüler zu ihr kommt. Sie weiß genau, was die jungen Leute wollen. Ab nächster Woche bekommt sie es auch mit dem Wegberger Nachwuchs zu tun, denn Andrea Lenz wird mit ihrem Geilenkirchener Unternehmen "Iss was" für das Catering in der Mensa im Schulzentrum sorgen. Der vorherige Caterer, die Firma SpeiseZeit, hatte zum 31. Mai 2015 den Vertrag mit der Stadt Wegberg gekündigt. Der Grund: Gerade mal 60 Schüler nutzten das Angebot in der Mensa - zu wenig, um wirtschaftlich arbeiten zu können, meinte SpeiseZeit und stieg aus. Die Stadt Wegberg hat dabei erkannt, dass auch ein anderes Konzept auf den Tisch muss.

Und das bringt Andrea Lenz mit. Ihr Unternehmen versorgt auch die Schüler der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg, Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen und des Carolus-Magnus-Gymnasiums in Übach-Palenberg. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass Schüler eher weniger auf ein kompliziertes Bestell- und Bezahlverfahren setzen, "vielmehr wollen sie spontan entscheiden, ob sie mittags in die Mensa gehen". Sie bietet zwar auch Menüs an (zwei stehen täglich zur Auswahl, die am selben Tag bis 8 Uhr bestellt sein müssen), darüber hinaus wird es bei ihr einen ausgeweiteten Kiosk-Bereich geben. Hinzukommt ein großer Bereich mit einem reichhaltigen Obst- und Salatangebot (etwa mit Früchte- und Fitnessbechern und einer großen Salatbar), zusätzlich locken beispielsweise auch Wraps. Wer mag, kann sich auch selbst sein Baguette belegen. Bezahlt wird übrigens nicht mehr mit der Bankkarte, sondern der Einfachheit halber in bar.

Thomas Zybell, der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Bildung und Soziales im Rathaus, sagt: "In der Vergangenheit wollten die Schüler wohl mehr ins Stadtzentrum als zur Mensa gehen. Mit dem neuen Konzept hoffen wir, dem entgegenzuwirken." Christine Karneth, die Erste Beigeordnete der Stadt Wegberg, ergänzt noch: "Das veränderte Konzept soll mehr Schüler in die Mensa bringen. Wir werden die Schüler und Eltern mit einem Schreiben am ersten Schultag nächste Woche über die Neuerung informieren."

Doch Andrea Lenz geht es nicht nur ums Catering, sondern auch um die richtige Atmosphäre. "An den anderen Standorten habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Schüler nicht an langen Tischreihen sitzen möchten. Viel lieber sitzen sie in Gruppen zusammen. Darum werden die Tische und Stühle neu arrangiert."

Los geht's auch direkt am ersten Schultag, also nächste Woche Mittwoch, 12. August. Zu den ersten Gästen werden die Sextaner der weiterführenden Schulen zählen, die sozusagen zur Probe essen. Aber auch alle anderen Schüler und Lehrer sind Andrea Lenz und ihrem Team willkommen.

Quelle: RP
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