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Wegberg
Info-Point soll Naturparkzentrum ersetzen

Wegberg. Ende 2016 läuft der Vertrag für das Naturparkzentrum im List-Zentrum (Friedrich-List-Allee) in Wildenrath aus. Die Verhandlungen über einen möglichen neuen Standort laufen. Die Stadtverwaltung favorisiert eine kleine Lösung. Von Michael Heckers

Seit 2002 gibt es in Wildenrath das Naturparkzentrum. Es bildet das südliche Eingangstor in den Naturpark Schwalm-Nette, der sich als landschaftlich reizvolles und attraktives Erholungsgebiet entlang der deutsch-niederländischen Grenze auf Teilgebieten der Kreise Kleve, Viersen und Heinsberg sowie der Stadt Mönchengladbach erstreckt. Für das Naturparkzentrum Wildenrath läuft Ende des Jahres der Mietvertrag aus. Der Standort soll aufgegeben werden. Die Suche nach einem möglichen neuen Standort läuft auf Hochtouren.

Der Vorstand der Wegberger Stadtverwaltung um Bürgermeister Michael Stock hat Anfang dieser Woche mit Michael Puschmann, dem Geschäftsführer des Naturparks Schwalm-Nette, über die Voraussetzungen für die Einrichtung eines touristischen Informationspunktes gemeinsam mit dem Naturpark im Stadtgebiet von Wegberg gesprochen. Während seiner letzten Verbandsversammlung hatte der Naturpark einen Plan beschlossen, der unter anderem die künftige Struktur der touristischen Informationspunkte ab dem Jahr 2017 regelt. Demnach kann es neben dem Naturparkzentrum in Wachtendonk künftig weitere Naturpark-Tore im südlichen Verbandsgebiet in der Stadt Wassenberg oder in der Stadt Wegberg geben. Voraussetzung für die Einrichtung eines Naturparktores ist es, dass dieses durch qualifizierte Mitarbeiter aus der Touristikbranche (Touristikkaufmann-/frau) oder von Personen, die langjährig im touristischen Bereich tätig waren, geführt wird. Außerdem muss die Öffnungszeit des Naturparktores an sechs Tagen in der Woche gewährleistet sein. Der Naturpark Schwalm-Nette würde das Naturpark-Tor durch eine 0,5-Personalstelle bestücken und weiterhin 60.000 Euro pro Jahr für die Kosten des Naturpark-Tores zur Verfügung stellen. Neben der halben Stelle durch den Naturpark wäre bei dieser Lösung die weitere Personalausstattung durch die Stadt Wegberg sicherzustellen. Die Stadt geht unter Berücksichtigung von Urlaubs- und Krankheitstagen von einer weiteren vollen Stelle aus, was Kosten in Höhe von rund 60.000 Euro verursachen würde. "Aus Sicht der Verwaltung können diese Personalkosten trotz des Zuschussbetrages des Naturparks in einem Haushaltssicherungskonzept der Stadt nicht zusätzlich aufgebracht werden", heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung, über die der Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung am Dienstag, 26. Januar, im Wegberger Rathaus abstimmen soll. Die CDU hatte die Stadtverwaltung Ende September 2015 in einem Antrag gebeten, die Möglichkeiten zu prüfen, um im Stadtgebiet einen neuen Standort für das Naturparkzentrum zu finden.

Statt eines Naturpark-Tores favorisiert die Stadtverwaltung eine andere Lösung: Neben den Naturparkzentren und Naturpark-Toren können auch so genannte Naturpark-Info-Points eingerichtet werden. Dabei soll eine Anbindung des Info-Punktes an bestehende private Einrichtungen wie Cafés, Restaurants oder Hotels erfolgen. Der Naturpark könne das Personal, das beratend tätig sei, entsprechend schulen und Materialien zur Ausgabe an Touristen bereitstellen. Kosten für die Stadt Wegberg entstünden lediglich durch die Betreuung des Info-Punktes durch Mitarbeiter im Stadtmarketing und für die Sachausstattung. Ein geeigneter Ort für den Naturpark-Info-Point müsste noch gesucht werden.

Quelle: RP
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