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Wegberg
Jede Menge Trubel auf Antons Bauernhof

Wegberg: Jede Menge Trubel auf Antons Bauernhof
"Bauer Anton erntet, was er sät" - hier eine Szene mit Bärbel Hamacher als Hahn, Markus Schlaag als Bauer Anton und Monique Jungbluth als "Nachbarin". FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Viele Tiere und Menschen bevölkern im Theaterstück der Beeckbach-Bühne den Hof des Bauern und sorgen für Aufregung. Von Nicole Peters

Der Hahn (Bärbel Hamacher) saß im Theaterstück "Bauer Anton erntet was er sät" nicht etwa auf dem Mist, sondern auf einem sauberen Strohballen. Zu Beginn der Aufführung krähte er ausführlich - das Signal für Bauer Anton (Markus Schlaak), nach harter Arbeit am Morgen zur Mittagszeit einmal wieder die Beine hochzulegen.

Die Ruhe währte nicht lange, da der Hahn kurze Zeit später "Telefon" rief. Sehr zur Freude der zuschauenden Erst- und Zweitklässler und der Lehrerinnen der Grundschule "Am Beeckbach" im St. Vincentiushaus. Die schwerhörige Großmutter (Bianca Althoff) rief an und wollte nachmittags zu Besuch kommen. Im Folgenden scheiterten alle Versuche des Bauern, mit Milch, Eiern oder frisch gemahlenem Mehl Schmackhaftes auf den Tisch zu zaubern. Denn er gab in seiner Gutmütigkeit alle Zutaten an die charmante, hartnäckige Nachbarin (Monique Jungbluth, auch Autorin des Stücks) ab, die selber zu Hause kochte und buk und der diese Zutaten dabei fehlten. Der Hahn machte das Chaos perfekt, indem er am Telefon als Bauer Anton der Oma erlaubte, Freundinnen mitzubringen. Während der Aufführung wandten sich Bauer, Hahn, Huhn (Sandra Bolten-Tillmanns) oder Kuh (Marion Reinders) immer wieder ratsuchend oder scherzend an die rund 50 Kinder, die gebannt zuschauten und einige gute Tipps gaben. Ganz nebenbei lernten oder wiederholten die Kleinen, welche Produkte aus Milch hergestellt werden, was aus Eiern gekocht wird und welche Aufgaben ein Müller hat. Lieder brachten dabei zusätzlich Stimmung in Haus.

Kerstin Schockert hatte das "Hühnerhof-Lied" (original von Frederic Vahle), "Party auf dem Hof" (Zaches und Zinnober) oder ein melancholisches Duett (Chasing Cars, Snow Petrol) zum Theaterstück passend umgeschrieben, sang live und wurde von Simone Schlömer (Percussion) unterstützt. Das Bühnenbild hatte Tanja Nippert sorgsam als bäuerliche Stube mit Ausblick auf den Stall mit Pferden gestaltet. Kürbisse und Pflanzen verliehen ihm einen herbstlichen Anstrich. Die Kinder und anderen Zuschauer hatten viel Spaß am engagierten Spiel der bunt kostümierten "Tiere" und Erwachsenen in Latzhosen, Schürzen, Gummistiefeln oder -schuhen sowie glitzernden altmodischen Kostümen. Sie erfuhren auf kindgerechte Weise viel Wissenswertes vom Leben auf dem Bauernhof. Und von mitmenschlichem Verhalten. Konsequent gab Bauer Anton alle Sachen her, um sie später von seiner Nachbarin als fertige Leckereien wiederzubekommen, da diese eine gewonnene Reise unternimmt.

Es war das zweite, vom Förderverein des Kindergartens St. Vincentius initiierte Stück, das die aus Eltern und Erzieherinnen bestehende Laiengruppe im zweiten Jahr in Folge in Eigenregie auf die Beine stellte. Im Frühjahr hatten sie mit den Proben begonnen.

Quelle: RP
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