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Wegberg
Junge Schauspieler mit spürbarer Spielfreude

Wegberg: Junge Schauspieler mit spürbarer Spielfreude
Ben Kaite als Schlimmanski (l.) sowie Maike Ziegler und Malte Imbusch als Freunde. FOTO: Ruth Klapproth
Wegberg. Die "maXXbühne" des MKG geht in die achte Runde. Diesmal zeigte die Oberstufen-Theater-Gruppe eine abwechslungsreiche Komödie. Von Katharina Gilleßen

"Der nackte Wahnsinn - Schon wieder was mit Faust". Das ist der Titel einer Komödie, die die Oberstufen-Theater-Gruppe "maXXbühne" unter der Leitung von Lehrer Robert Pauck am vergangenen Freitag und Samstag im Maximilian-Kolbe-Gymnasium zum Leben erweckte. Es ist insgesamt bereits das achte Projekt der "maXXbühne".

Bei der Wahl des Stücks war schnell klar, dass in diesem Jahr erstmals eine Komödie inszeniert werden sollte. Als Vorlage diente das Theaterstück "Das Faustspiel" von Matthias Hahn. In monatelanger Vorarbeit haben elf Schüler aus den Jahrgangsstufen zehn bis zwölf gemeinsam mit Robert Pauck an dem Stück gearbeitet, es umgeschrieben, gekürzt und an die Gegebenheiten in der Schule angepasst.

Bei dem Stück handelt es sich um eine Satire auf den modernen Theaterbetrieb. Kulisse ist ein heruntergekommenes Theater, das viele Geheimnisse birgt, die sich im Verlauf des Stücks nach und nach offenbaren. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Aufführungsversuchen in vergangenen Jahren lädt Kulturreferentin und Stadträtin Dr. Angelika Hubschmitt, gespielt von Larissa Steinhauer, den Regisseur Karl Zipfelmayer, (Frederik Augustyniak-Gaspers), in die Stadt ein. Zipfelmayer, von seinen Freunden nur "Z" genannt, soll das Theater mit einem alten Klassiker wiederbeleben.

Als Theaterstück im Stück soll Goethes "Faust" aufgeführt werden. Zipfelmayer verkörpert das moderne, künstlerisch abgehobene Regietheater, das mit den konservativen Vorstellungen von Kulturreferentin Dr. Angelika Hubschmitt zwangsläufig in Konflikt gerät.

Nach einem Streit über die Art und Weise der "Faust"-Inszenierung schließen Zipfelmayer, Dr. Hubschmitt und die Theaterkritikerin der örtlichen Presse, Charlotte Fink (Vivien Klein) eine Wette darüber ab, wer von ihnen den besten "Faust" inszeniert. Jeder von ihnen übernimmt eine andere Szene aus "Faust" und inszeniert sie nach seinem Belieben.

Im Verlauf des Stücks offenbart sich für den Zuschauer jedoch, dass in Wahrheit gar nicht die Inszenierung von "Faust" im Mittelpunkt des Theaterstücks steht, sondern ein ungelöster Kriminalfall. Denn im Theater verschwinden auf mysteriöse Art und Weise immer wieder Schauspieler. Eigentliches Ziel ist somit die Überführung der Drahtzieher einer Mordserie in einer benachbarten Nervenklinik.

Die für den Zuschauer überraschenden und unvorhergesehenen Wendungen, stellten die Schüler eindrucksvoll dar. "Wir wollen die Zuschauer auf und hinter die Bühne gucken lassen, ohne dass sie sich dabei bewegen", erläuterte Pauck. Dies gelang, indem die Schüler die Bühne zwischen den Szenen immer wieder umwandelten und so das Publikum hinter die Kulissen des Regietheaters blicken ließen.

Durch die Verbindung mit verrückten Action-Szenen entstand eine turbulente und abwechslungsreiche Komödie. Auch die spürbare Spielfreude, mit der die Schauspieler leidenschaftlich Dialoge voller Wortwitz und skurrilem Humor führten, begeisterten die Zuschauer und sorgten für viel Applaus.

Quelle: RP
 
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