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Wegberg
Kein Vorsitzender: Aus für Dorfausschuss ?

Wegberg: Kein Vorsitzender: Aus für Dorfausschuss ?
Heinz-Willi Jansen (vorne) kümmerte sich viele Jahre lang als Vorsitzender um die Belange des Dorfausschusses Rath-Anhoven. FOTO: NIPKO (Archiv)
Wegberg. Beim nächsten Treffen geht es um die Zukunft: Entweder findet sich ein neuer Vorsitzender oder der Rather Dorfausschuss wird aufgelöst. Von Nicole Peters

Jetzt ist ein Umdenken im Ort gefragt. Nachdem Heinz-Willi Jansen mehr als 20 Jahre lang mit großem Engagement die Position des Vorsitzenden des Dorfausschusses innehatte, ist es seit einem Jahr nicht möglich, einen Nachfolger zu finden. Diese Situation brachte den amtierenden Vorstand und rund zwei Dutzend Anwesende auf der Herbstdorfversammlung im Gasthaus Cohnen dazu, Aufgaben des Ausschusses für die Zukunft generell neu zu überdenken. Die Hoffnung: Durch Reduzierung der Arbeit auf ein Kerngeschäft wird sich jemand bereit erklären, den Vorsitz zu übernehmen. Andernfalls wird der Dorfausschuss voraussichtlich aufgelöst werden.

Kassierer Thomas Jansen erläuterte die Vorstellungen des amtierenden Vorstandes, wie es zukünftig weitergehen könnte. Zuvor hatte sich erneut niemand bei der Wahl zur Verfügung gestellt oder war vorgeschlagen worden. "Zwei Mal im Jahr würden wir eine Dorfversammlung abhalten, den Veranstaltungskalender erstellen, drucken und verteilen, ein Anregungs- und Beschwerdemanagement inklusive Kontakt etwa zur Stadt sowie Blumensträuße und Glückwünsche zu Ehejubiläen überbringen", zählte er auf, "das wäre möglich, aber mehr nicht." Dem Vorstand liege etwas daran, in reduzierter Form etwas zu machen. "Wenn wir nur das Kerngeschäft weiterführen, findet sich hoffentlich ein neuer Vorsitzender", sagte Jansen. Ehemaliger Vorsitzender Heinz-Willi Jansen stellte schließlich den Antrag, eine außerordentliche Dorfversammlung einzuberufen, auf der entweder ein Vorsitzender ernannt oder die Auflösung besprochen wird.

Die Anwesenden sprachen sich dafür aus - zu dieser Versammlung wird der Vorstand im Frühjahr einladen. Über die Aktivitäten des Vorstands seit der letzten Versammlung im Frühjahr berichtete Thomas Jansen. So sei ein Konzept für einen Schaukasten erstellt worden, für den ein Bauantrag gestellt wird. Er soll vor der Grundschule aufgestellt werden. Das Ärgernis einer Bodenwelle auf der Rather Straße sei Sache von "Straßen NRW" und werde mit dem Ausbau der Glasfaser behoben. Zum Punkt Beschenkung bei Ehejubiläen beschlossen die Anwesenden, anstatt von Geldschecks zukünftig und rückwirkend bis zum Sommer nur Blumenstrauß und Glückwünsche zu überreichen - sowohl die Zahl der Sammler als auch Spendenbereitschaft der Bewohner hatten zuletzt nachgelassen. Im Weiteren kamen Vorschläge und Anregungen auf den Tisch, zu denen sich teils Bürgermeister Michael Stock oder Ratsmitglied Werner Eßer äußerten. Das fehlende Tor am Eingang zum Friedhof kam ebenso zur Sprache wie die relativ hohen Abwassergebühren, auf die durch Einzug von Grenzwerten in die Satzung positiv Einfluss genommen werden soll. Die Entscheidung, wie und wann es mit der Erweiterung des Einkaufszentrums weitergehe, liege in Erkelenz, hieß es.

Quelle: RP
 
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