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Wegberg
Klangvoller Jubiläumsauftritt

Wegberg: Klangvoller Jubiläumsauftritt
Erstmals waren Musiker des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in der Beecker Kirche zu Gast. Die 18 jungen Musiker unter Leitung von Reinhold Felthaus spielen seit Herbst 2015 zusammen. FOTO: Jörg Knappe
Wegberg. Bereits zum 25. Mal folgten Musiker der Bundeswehr der Einladung des Kulturförderkreises "Opus 512" nach Beeck. Erstmals sorgte das Ausbildungsmusikkorps für beste Unterhaltung in der Beecker Kirche St. Vincentius. Von Nicole Peters

Die 18 jungen Musiker unter Leitung von Reinhold Felthaus fanden sich erst im Herbst 2015 zum gemeinsamen Musizieren zusammen. Seitdem durchlaufen sie eine vorbereitende Ausbildung für das Studium an einer Musikhochschule. Ihr bisher erlerntes Können präsentierte das Bläserensemble des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr eindrucksvoll beim 25. Symphoniekonzert auf Einladung des Kulturförderkreises "Opus 512" in der Kirche St. Vincentius.

"Es ist heute ein etwas neues und besonderes Konzert", begrüßte Geschäftsführer Heinrich Heinen die Zuhörer im locker gefüllten Kirchenraum. Bereits zum 25. Mal seien Musiker der Bundeswehr gekommen: zunächst das Kammerorchester und nach Beendigung der Wehrpflicht das Musikkorps. Mehr als 150.000 Euro konnten so für karitative Zwecke gesammelt werden.

Erstmals waren Musiker des Ausbildungsmusikkorps in Beeck zu Gast. Zu ihrer Premiere und anlässlich des Jubiläumskonzertes hatten sie ein gut durchmischtes Programm für unterschiedliche Quintett-Formationen und Großes Brasserquintett mitgebracht. Reinhold Felthaus, Dozent an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf, freute sich etwa, die "Sonata sopra Sanctus Maria ora pro nobis" aus der Marienvesper von 1610, auch passend zum Wonnemonat Mai, mit großem Ensemble hören lassen zu können. Den basso continuo im Stück "My Spirit be Joyful" aus der Kantate 146 "Wir müssen durch viel Trübsal" von Johann Sebastian Bach übernahmen im folgenden Blechbläserquintett 2 Posaune, Tuba und Tenorhorn. Mit Bravour meisterten Trompeten, Posaunen und Tuba des Quintetts 1 eine Fuge, ebenfalls von Bach: Schnelle Noten aller Instrumente, vielschichtiger Aufbau und erneut ein mächtiger Gesamtklang erfüllten die Kirche.

Einzelne Motive und Intervalle waren im Intermezzo über den bekannten Choral "Lobe den Herrn" gut aus dem Spiel des Großen Brassensembles herauszuhören. Hohe metallische Klänge der gedämpften Trompeten sowie homogen umgesetzte Lautstärkenstufen trugen zum farbenreichen Spiel aller bei.

Ebenfalls gut kam ihr bravouröses Zusammenspiel im "Meistersinger Vorspiel" von Richard Wagner zur Geltung, bei dem die Musiker ihre sinfonische Stärke voll ausspielten. Mitreißend mit beliebter Melodie ging es mit "The Pink Panther" und dem Quintett 2 zum Schnipsen des Publikums weiter, damit das Quintett 3 seine Zuhörer mit "Alexanders Ragtime Band" und "The Funky Five for Brassquintett" endgültig begeistern konnte.

Das Große Ensemble setzte mit der "Farandole" aus der "Suite Arlésienne Nr. 2" mit nuanciertem Spiel in den Registern und aufbrausendem Gesamtklang noch "einen oben drauf".

Dass sie ebenfalls leise und gut spielen können, bewiesen die Musikstudenten in Uniform in der Zugabe.

Quelle: RP
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