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Wegberg
Künstlerische Vielfalt zum Jubiläum

Wegberg: Künstlerische Vielfalt zum Jubiläum
Die zehn Künstler der Atelieretage Wegberg (hintere Reihe von links): Johann Wittmann, Ingrid Pusch, Petra Plum, Johannes Donner, Karin van Zoggel und (vordere Reihe von links) Ursula Kempf, Brigitte Uhrmacher, Beate Bündgen, Ulrike Kotlowski, Eva-Stefanie Mosburger-Dalz sowie (vorne rechts) Laudatorin Hedwig Klein. FOTO: Nicole Peters
Wegberg. Die zehn in der Atelieretage beheimateten Künstler feiern mit lockerem Empfang, Festrede und Führungen das zehnjährige Bestehen ihrer Gemeinschaft. Viele neue Werke stellen sie in den Räumen des früheren Klosters aus. Von Nicole Peters

Zehn Jahre ist es her, dass die Kunstschaffenden in den ehemaligen Mönchs- beziehungsweise Novizinnenzellen unter dem Dach des Alten Klosters einzogen, um dort in inspirierender ruhiger Atmosphäre ihrem Schaffen nachzugehen. Zu damaliger Zeit hatte sich Bürgermeisterin Hedwig Klein, die bis zum Jahr 2009 im Amt war, mit der Stadtverwaltung für diese Nutzung eingesetzt.

"Mit Freude und Dankbarkeit bin ich heute hierher gekommen", bemerkte sie während ihrer Festrede am Sonntag angesichts des anhaltenden Erfolgs, der in der Atelieretage seitdem zu verzeichnen ist. Sie zählte die Vorteile der zehn Ateliers auf: Nicht übergroß, mit Wasserleitungen ausgestattet, liegen sie nebeneinander, so dass Gemeinschaft entstehen kann. Fast alle anwesenden Künstler seien Mieter der ersten Stunde, fügte die jetzige Ehrenbürgermeisterin Klein hinzu. Sie bedankte sich für die zehn gestifteten Werke, deren Verkaufserlös dem Förderverein "Abbé George", deren Vorsitzende sie ist, zugutekommen soll. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits fünf weggegangen.

Dank kam stellvertretend durch Ulrike Kotlowski vom Künstlerteam an Hedwig Klein zurück: "Sie haben uns vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben", sagte sie. Anlässlich des runden Jubiläums gab es zusätzlich zu einer späteren Lesung der Autorengruppe "Mühlenpoeten" vom "Aktionskreis Wegberger Mühle" geführte Rundgänge durch die Räume. Viele neue Werke konnten die Besucher etwa im Gespräch mit Eva-Stefanie Mosburger-Dalz auf drei Etagen und im Treppenaufgang entdecken. So stellte Beate Bündgen einen hochformatigen Druck zum Element Erde aus, dessen räumliche Wirkung sie durch feine Farbabstufungen erzielte. Druckstelen hatte sie dazu gestellt. Brigitte Uhrmacher, die zurzeit bei Markus Lüppertz studiert, arbeitet seit vielen Jahren informell. Aktuell erscheint ihre Ausdrucksweise wieder handfester, dichter und explosiver. Massenbilder von Menschen in Bewegung fertigt Johann Wittmann gerne an. Ebenso richtet er mit seiner Malerei den Blick auf die Natur, auf Straßenränder und Tiere.

Unterschiedliche Materialien wie Marmormehl, Kalk und lose Farbpigmente trägt Johannes Donner in bis zu 400 Schichten auf Bildträger auf - die Werke werden auch von der Zeit etwa in der Form von feinen Rissen gestaltet. Künstlerin Karin van Zoggel hat derzeit das Thema Natur mit Studien aufgegriffen, die sie individuell ausgearbeitet hat. Metallische Farben verleihen beispielsweise bewegten Wasseroberflächen zusätzlichen Reiz. Das Arbeiten mit Acrylfarben bevorzugt Ursula Kempf, die oftmals farbige Flächen nebeneinander setzt. Farbharmonien bestimmen deren Wirkung ebenso wie eine durch mehrere Schichten erzielte Tiefenwirkung.

Eine Anlehnung an den Street-Art-Stil ist bei Ulrike Kotlowski in aufgelösten Flächen, verschiedenen Farbschichten und Einstreuung linearer Elemente nachzuvollziehen. Bei Ingrid Pusch erhält die von ihr bevorzugte flächige Farbmalerei durch die Verwendung von erdigen Farbtönen in Verbindung mit Eisenoxid eine neue Ausrichtung.

Eva-Stefanie Mosburger Dalz hat sich auf großformatigen dünnen Polyesterträgern in farbenprächtiger Ausführung und mit der Darstellung von symbolhaften Motiven verschiedenen Elementen gewidmet. Arbeiten, die frei gehängt durchscheinend und dynamisch wirken. Eine Hinwendung hin zu gemalten Blütenstudien in Großaufnahme hat es bei Petra Plum gegeben, nachdem sie zuvor viele Porträts von Menschen angefertigt hatte.

Quelle: RP
 
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