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Wegberg
Merbeck sorgt sich um Grundschule

Wegberg. Der Dorfausschuss sieht es als ein Muss an, die Schule zu erhalten. Stadtrat soll am 5. Juli entscheiden. Von Nicole Peters

Die mögliche Schließung zweier Grundschulen im Stadtgebiet nahm erwartungsgemäß einen breiten Diskussionsraum während der Jahresversammlung des Dorfausschusses Merbeck in der Gaststätte Indersmitten ein. Bürger meldeten sich zu Wort und es standen Stellvertretender Bürgermeister Georg Schmitz und CDU-Ratsvertreter Bernd Drossart Rede und Antwort.

Der Dorfausschuss hatte zuvor zum Thema ein Schreiben an die Stadt verfasst. Den Vorschlag einer Untervermietung nicht genutzter Räume in der Grundschule sowie die Frage nach alternativen Handlungsmöglichkeiten hatten die Mitglieder darin unter anderem aufgeführt. Der Dorfausschuss sieht es als ein Muss an, die Schule zu erhalten. Merbeckerin Gabriele Krämer wies auf zahlreiche, teils ausgelegte Unterschriftenlisten für den Erhalt aller Grundschulen hin. Zurzeit werden die Merbecker Listen eingesammelt und ausgewertet.

Georg Schmitz, Leiter des Bildungsausschusses, ging am Donnerstagabend auf die Besonderheit der Situation ein. "Es handelt sich um einen Anstoß von der Gemeindeprüfanstalt, die bei einer Prüfung bei den Grundschulen einen Überhang von rund 3000 bis 5000 Quadratmetern festgestellt hat", sagte er. Die damit einhergehenden jährlichen Kosten von 290.000 Euro einzusparen, habe sie dem Rat ins Aufgabenbuch geschrieben. Die Anstalt habe den konkreten Vorschlag gemacht, zwei Schulen zu schließen, was im Haushaltssicherungskonzept als eine Maßnahme festgehalten ist. Nur alternative Sparmaßnahmen in gleicher Einsparsumme könnten diesen Ansatz verhindern. "Der Arbeitskreis Grundschulen hat der Verwaltung bereits ganz konkrete Vorschläge vorgelegt", erzählte er, "jetzt wartet er auf Antworten, die zum Teil schon da sind." Dann gehe es darum, ein Bewertungssystem zu finden. Schmitz betonte, dass sich alle Beteiligten mit großem Engagement für die Schulen einsetzen würden. "Wenn Sie konkrete alternative Ideen haben, schlagen Sie diese bitte schnellstmöglich vor", rief er auf. Die nächste Sitzung des Arbeitskreises ist am Dienstag, 19. April, während der Ratssitzung am 5. Juli soll eine Entscheidung getroffen werden.

Alternativen zur besseren Auslastung der Schulen schlug Klassenpflegschaftsvorsitzender Ralf Mohren mit der Nutzung durch soziale Organisationen vor. Auch Stilllegung von Schulen bringe Folgekosten mit sich, mahnte er an. Ebenso würde Personal an anderer Stelle weiterbeschäftigt.

Weitere Hinweise: Mehrkosten durch zusätzlichen Schulbus, mögliche Steuereinnahmen mit Discountern verhandeln oder das Charakteristikum Flächengemeinde angemessener zu berücksichtigen. Die Stadt Wegberg sei zudem daran interessiert, außer in Gerichhausen auch etwa in Merbeck weiteres Wohngebiet auszuweisen, fügte Georg Schmitz an, sie erfahre aber bisher behördlichen Widerstand.

Quelle: RP
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