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Wegberg
Mit dem Aktionskreis durch die blühende Heide gewandert

Wegberg. Wo jahrzehntelang bis zu 45 000 Tonnen Munition lagerten, bietet sich dem Besucher heute Deutschlands größter Bestand der Grauen Glockenheide: im Naturschutzgebiet Brüggen-Bracht. Davon konnten sich die Teilnehmer der Wanderung des Aktionskreises Wegberger Mühle (AWM) unter Leitung von Klara Schlömer überzeugen. Sie waren überrascht, vom Vertreter der Biologischen Station Krickenbecker Seen, Peter Kolshorn, zu erfahren, dass dort bis 1996 das größte Munitionsdepot der westlichen Streitkräfte in Europa war und dass sich in den 40 Jahren im Schutz eines 22 Kilometer langen Zauns eine üppige Pflanzen- und Tierwelt entwickeln konnte.

Trotz strömenden Regens waren die Wanderer beeindruckt von der lilafarbenen Blütenpracht, die sich ihnen auf den großen Heideflächen bot. Um dieses Gelände nicht überwachsen zu lassen, wird es beweidet durch für die karge Gegend geeignete Schafs-, Rinder- und Pferderassen. Ebenso beeindruckt waren sie, als ihnen Biologe Kolshorn erläuterte, dass hier landesweit bedeutende Brutvorkommen bedrohter Vogelarten wie Ziegenmelker und Heidelerche beheimatet sind. Und die Tierwelt ergänzen zahlreiche Hirsche und Rehe, von denen die AWM-Gäste einige Exemplare beobachten konnten.

Bei der mehr als zweistündigen Exkursion erlebten die 18 Wanderer im Brachter Wald ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das die meisten bisher noch nicht kannten.

(ie)
 
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