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Wegberg
Mit Highspeed durchs Kupferkabel

Wegberg: Mit Highspeed durchs Kupferkabel
Wegbergs Bürgermeister Reinhold Pillich und Projektmanagerin Ursula Schauf-Paschek von der Deutschen Telekom drückten den roten Knopf und gaben damit symbolisch das VDSL-Netz im Wegberger Stadtgebiet frei. FOTO: RP
Wegberg. In 13 000 Wegberger Haushalten ist ab sofort schnelles Internetsurfen mit maximal 50 Megabit pro Sekunde möglich. Die Telekom gab jetzt die Vorwahlbereiche 02434 und 02436 für das VDSL-Netz frei. Von Michael Heckers

Wegberg zählt zu den ersten Städten in NRW, in denen ab sofort flächendeckend VDSL (bis zu 50 Megabit pro Sekunde) verfügbar ist. Mehr als vier Millionen Euro hat die Telekom dafür in den vergangenen Monaten investiert. In der zweiten Jahreshälfte 2014 soll das VDSL-Netz noch schneller werden, kündigt die Telekom an: Dann seien durch die so genannte Vectoring-Technik Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s möglich. Beim Heraufladen von Dateien soll sich die Geschwindigkeiten vervierfachen - von zehn auf 40 Mbit/s.

Key Account Manager Gregor Theißen und Projektmanagerin Ursula Schauf-Paschek von der Deutschen Telekom stellten das neue VDSL-Angebot während eines Pressegesprächs in den Räumen der Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wegberg (SEWG) an der Bahnhofstraße vor. Bürgermeister Reinhold Pillich und SEWG-Chef Theo Schmitz zeigten sich erfreut, dass den Bürgern und Unternehmern in der Stadt nun ein solches Angebot unterbreitet werden könne. "Die Stadt Wegberg ist in einer komfortablen Situation, weil sie die einzige Stadt im Kreis Heinsberg ist, in der es beim Thema ,schnelles Internet' echten Wettbewerb gibt", sagte Bürgermeister Pillich. Durch das neue VDSL-Netz habe Wegberg einen Standortvorteil, der Bürgern und Unternehmern im gesamten Stadtgebiet zugutekomme.

Während das Unternehmen Deutsche Glasfaser im Kreis Heinsberg in Orten mit ausreichender Vorvertragszahl die zukunftssicheren Glasfaserkabel bis in jedes Haus (FTTH) mit 100 Mbit/s im Up- und Download verlegt, setzt die Telekom mit der VDSL-Technik lediglich auf Glasfaserverbindungen zwischen den mehr als 80 Verteilerstationen im Stadtgebiet. 37 Kilometer Glasfaser hat der "rosa Riese" dazu zwischen den Stationen neu verlegt. Von dort aus geht das Signal über die alten Kupferleitungen in die Häuser. "Eine Technik, die für die nächsten zehn bis maximal 15 Jahre ausreichend sein dürfte", meint Dr. Jürgen Kaack vom Beratungsbüro STZ-Consulting. Da die Online-Datenmenge pro Jahr um rund 20 Prozent steigt, wird auch die Telekom in Zukunft die alten Kupferleitungen bis ins Haus durch moderne Glasfaserleitungen ersetzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, meint der Experte. "Der Systemumstieg auf Glasfaser bis ins Haus ist unvermeidlich", sagte Kaack. Deshalb dürfe sich die Stadt Wegberg, obwohl sie derzeit in einer vergleichsweise komfortablen Situation sei, nun keinesfalls zurücklehnen. "Die Stadt Wegberg sollte die nächsten zehn bis 15 Jahre nutzen, um den Weg Richtung Glasfaser bis ins Haus zu ebnen", meinte Dr. Jürgen Kaack.

Quelle: RP
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