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Wegberg
Mit natürlicher Produktvielfalt

Wegberg. Rund 20 Aussteller boten selbst gemachte Lebensmittel, regionale Waren, Kunst(-handwerk) und Aktionen zur Herbstzeit beim ersten "Erntedankfest" an Haus Wildenrath an. Von Nicole Peters

Der Vorstand des Trägervereins "Natur.Schutz.Station Haus Wildenrath" hatte sich unter mehreren Einsendungen für den Logo-Entwurf von Petra Plum entschieden: Anlässlich der Umstrukturierung und Öffnung des ehemaligen Vereins "NABU-Naturschutzstation" im November 2015 hatten die Mitglieder die Gestaltung eines neuen Logos ausgelobt. Plums grün betonte Umrisse zweier Fachwerkgebäude mit blau eingekreistem Schriftzug und darüber fliegendem Vogel hatte die Naturschützer überzeugt. Beim jährlichen Hoffest, das sie erstmals als "Erntedankfest" auf dem Gelände der Naturschutzstation Haus Wildenrath veranstalteten, überreichte Vorsitzende Ingrid Jäger-Kramer der Gewinnerin ein Apfelbäumchen der Sorte "Roter Gravensteiner".

"Der Titel des Festes passt zur Biologischen Station, zum landwirtschaftlichen Betrieb und Ersten Rheinischen Obstsortengarten", erläuterte Jäger-Kramer, "wir möchten uns für die Unterstützung bei der Umstellung der Trägervereins-Struktur im November 2015 bedanken und gleichzeitig zum Nachdenken darüber anregen, woher alle Dinge des Lebens wie Äpfel, Brot, Strom aus der Steckdose oder Sprit kommen." Einige Mitglieder des Trägervereins "Natur.Schutz.Station Haus Wildenrath" präsentierten ihre Produkte beim "Erntedankfest", so wie der Imkerverein Wegberg, oder stellten die Leistungen ihres Verbandes vor, etwa Martin Wingertszahn von der "AG Naturgemäße Waldwirtschaft". Insgesamt rund 20 Aussteller boten den Besuchern eine große natürliche Produktvielfalt, Information und Kunst(-handwerk) an. Die Landfrauen hatten Marmeladen hergestellt, am Lehmbackofen gab es Blechkuchen und entlang des Weges hinter dem Ausstellungsraum leckere Pestos, Liköre oder Aufstriche an Ständen. Die "Pommologische Genossenschaft Limburg" hatte eine Tischreihe aufgebaut, an der sie Apfelkraut anbot und frische Pfannkuchen buk. Gerard Graus betreute einen großen dampfenden Kessel, in dem er Birnen- und Apfelsaft nach alter Methode reduzierte, um Kraut zu gewinnen. In einem daneben stehenden, noch größeren Kessel waren rund 600 Kilogramm Äpfel und Birnen gelagert. Aus dieser Menge erhalte man nach dem Pressen und Safteinkochen 60 Kilogramm Kraut, erklärte er.

Spinnen am Spinnrad demonstrierte ein weiterer Aussteller, während die Kinder Stockbrote rösteten. Basteln rund um das Schaf, Äpfel pressen oder Märchen hören unterhielten sie ebenso wie das Schafetreiben. Künstlerische Naturansichten in Öl, Acryl oder Aquarell waren mit Wurzeldekorationen im Schauraum zu sehen, während Handarbeitskünstlerinnen in der Fränkischen Hofanlage ihre Werke zeigten. Musikbeiträge rundeten den Erntedank stimmungsvoll ab.

Quelle: RP
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