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Oellers: "Eiserner Rhein ist vom Tisch"

Wegberg: Oellers: "Eiserner Rhein ist vom Tisch"
Wilfried Oellers am Wegberger Bahnhof: Der CDU-Bundestagsabgeordnete geht davon aus, dass eine Reaktivierung des Eisernen Rheins auf der historischen Trasse kein Thema mehr ist. Die Kosten seien zu hoch. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. MdB Wilfried Oellers (CDU) stuft die Botschaften aus dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans als "sehr erfreulich für Wegberg" ein. Von Michael Heckers

"Die Nichtberücksichtigung im Bundesverkehrswegeplan bedeutet, dass die Wiederbelebung des Eisernen Rheins auf der Historischen Trasse jetzt endlich vom Tisch ist." Mit diesen Worten kommentiert der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers (CDU) den am 16. März in Berlin vorgestellten Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030. Für die Wegberger sei dies eine sehr erfreuliche Nachricht, sagte der Heinsberger bei einem Treffen mit den Mitgliedern des CDU-Stadtverbandes Wegberg und der Ratsfraktion am Bahnhof der Mühlenstadt. Überhaupt seien die Botschaften, die dem vorgestellten Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans zu entnehmen seien, aus Sicht des Kreises Heinsberg erfreulich. Die vom Landesbetrieb Straßen NRW angemeldeten vier Projekte - in Geilenkirchen, Heinsberg, Hückelhoven und Übach-Palenberg - wurden alle in den Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen. Wenn der Bundesverkehrswegeplan beraten und verabschiedet worden ist, legt er die Investitionen fest, die der Bund bis zum Jahr 2030 für Bundesstraßen, Bundesautobahnen, Schiene und Bundeswasserstraßen tätigen wird.

Über eine mögliche Reaktivierung des Eisernen Rheins, einer Zugverbindung für den Güterverkehr zwischen dem Seehafen im belgischen Antwerpen und dem Hafen in Duisburg, wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Es gibt drei Varianten: erstens die sogenannte A52-Variante, eine Neubaustrecke von Viersen nach Mönchengladbach entlang der Autobahn 52 nach Roermond. Zweitens die sogenannte "Bundes-Variante", eine Verbindung zwischen Venlo nach Kaldenkichen über Mönchengladbach-Rheydt. Und drittens die historische Trasse, die mitten durch Wegberg und Dalheim verläuft.

Im Zuge der Planungen für den Bundesverkehrswegeplan wurde nach Angaben von Wilfried Oellers für alle drei mögliche Trassen ein Gutachten erstellt. Das Ergebnis beschreibt Oellers wie folgt: "Der Neu- oder Ausbau der Strecke ist nach dem Gutachten für den Güterverkehr zwar von Nutzen, aber die hohen Investitionskosten sind ausschlaggebend dafür, dass die Planungen nicht vorangetrieben werden." Diese Kosten-Nutzen-Einschätzung gelte für alle Varianten, sagte Oellers. Dass auch die historische Trassenvariante damit vom Tisch sei, "ist für die Wegberger eine sehr erfreuliche Nachricht", sagte Oellers. Dem stimmte die Wegberger CDU-Stadtverbandsvorsitzende Petra Otten zu: "Dies hätte zu einer erheblichen Lärmbelastung für die Anwohner an der Bahnstrecke geführt." Für viele Wegberger sei es höchst erfreulich, dass es nun endlich Planungssicherheit gebe, sagte Otten.

Für die CDU-Vertreter aus Wegberg und für den Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers war es nach eigener Aussage wichtig, dass nicht nur die CDU im Kreis Heinsberg, sondern auch die CDU in Mönchengladbach und Viersen in der Vergangenheit immer wieder auf die hohen Kosten und negativen Folgen des Eisernen Rheins hingewiesen haben. "Seit meiner Wahl in den Bundestag habe ich mit meinen CDU-Bundestagskollegen aus der Region viele Gespräche beim Verkehrsminister und den Staatssekretären geführt", sagte Oellers. Der stellvertretende Bürgermeister Georg Schmitz meinte: "Wir als CDU in Wegberg fühlen uns durch die Entscheidung des Verkehrsministeriums, die Planungen nicht fortzuführen, bestätigt und danken Wilfried Oellers für seinen Einsatz in Berlin."

Quelle: RP
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